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Erfolgreicher Start zur Hirschjagd im Kanton Zug

Ein Tag auf der Hirschjagd bei perfekten Bedingungen gibt einen Einblick, warum die Jagd sehr viel mit Musse aber auch mit körperlichen Strapazen zu tun hat.
Charly Keiser
Die Jagdgruppe Eierhals studiert die Karte und definiert, welche Waldstücke von Treibern durchkämmt werden und wo sich die Jäger zum hoffentlich erfolgreichen Schuss hinstellen sollen. (Bild: Charly Keiser (4. September 2018))

Die Jagdgruppe Eierhals studiert die Karte und definiert, welche Waldstücke von Treibern durchkämmt werden und wo sich die Jäger zum hoffentlich erfolgreichen Schuss hinstellen sollen. (Bild: Charly Keiser (4. September 2018))

Jäger sind Frühaufsteher. Dies bekam ich vor einer Woche zu spüren, als ich ab 5.05 Uhr auf dem Ratenpass auf Alfred Meier, Präsident Zuger Kantonal Patentjägerverband, wartete. «Fredi» erscheint pünktlich um 5.15 Uhr und er – wie auch sein Hund Artus – empfangen mich herzlich. Zwei Wochen zuvor hatte Fredi uns Jagdlehrteilnehmern einen Überblick zur Zugerjagd präsentiert und uns empfohlen, «auch einmal als passive Beobachter an einer Hirschjagd teilzunehmen». Meine Anfrage beantwortete er positiv und so komme ich in den Genuss, den Sonnenaufgang auf dem Raten zu geniessen.

Abschussziel schon fast erreicht

Seit dem 1. September jagen die Zuger Patentjäger Rotwild. Bis letzten Samstag sind 17 Hirschtiere erlegt worden. Deren Abschussquote beträgt 30 Tiere. 403 Rehe sollen am Montag, Mittwoch und Samstag im Oktober sowie an den ersten beiden Novembersamstagen erlegt werden, wie den Jagdbetriebsvorschriften zu entnehmen ist. In diesen sind zudem rechtliche und verfahrenstechnische Aspekte aufgeführt. Anhand der Wildzählung, sowie den Verbisserhebungen im Frühling, legt das Amt für Wald und Wild eine Jagdplanung vor, die in der Jagdkommission diskutiert und beurteilt wird. Danach legt die Direktion des Innern die Abschussquoten fest. Das Ziel ist, die Wildbestände so zu regulieren, dass die Verjüngung der Wälder langfristig ohne Wildschutzmassnahmen möglich ist. (kk)

Wir versuchen in der Dämmerung Rotwild, wie die Hirsche korrekt genannt werden, mittels Feldstecher zu erkennen. Danach machen wir uns auf den Weg, um Trittsiegel (Fährten der Tiere) im Wald und an den Waldrändern zu finden. Schnell wird klar: Es sind im Gebiet Raten und Gottschalkenberg Hirsche unterwegs.

Dorniger Weg im Wald

Um 9 Uhr trifft sich die Jagdgruppe Eierhals, zu denen Fredi gehört, nahe des Tänndlichrüz, also zwischen St. Jost und dem Morgartenberg. Es folgen unvergessliche Stunden in der «Haselmattrusen» mit dem Anblick (Sichtung) eines weiblichen Tiers im zweiten Lebensjahr (Schmaltier) und einem Aser (Mittagessen) am Strassenrand. Zwar fällt kein Schuss, und damit auch kein Tier aber der Tag ist für die Jäger, die geduldig auf Wild warten, wie auch die Treiber, die sich den Wald hoch und ab durch Meter hohe Dornen kämpfen, ein Highlight. Die «Eierhälsler» suchten nach 17 Uhr ihre Ansitze auf, von denen aus sie einen Hirsch zu treffen hoffen.

Ich machte mich zeitig auf den Weg zum zweiten Abend des Jagdlehrgangs mit einem weiteren Highlight: Dozent Roland Gisiger führt in die Rehwildbiologie ein und zeigt uns den Verdauungstrakt eines Rehs. Pansen, Netz-, Blätter- und Labmagen. Interessant und eindrucksvoll.

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