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Der schottische Autor Martin Walker begeistert in Baar

Der schottische Autor Martin Walker ist in der Rathaus-Schüür zu Gast gewesen. Er vermischt in «Revanche» wieder eine riesige Menge an Zutaten zu einem Krimi – dieser «schmeckt» nicht nur Fans des Ermittlers.
Daniela Sattler
Martin Walker (vorn) unterhält das Publikum und Thomas Heimgartner, Präsident der Literarischen Gesellschaft Zug. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 24. Mai 2018))

Martin Walker (vorn) unterhält das Publikum und Thomas Heimgartner, Präsident der Literarischen Gesellschaft Zug. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 24. Mai 2018))

Das französische Périgord hat einiges zu bieten: Neben hervorragenden Weinen und einer ausgefallenen Küche, lockt die Region im Südwesten des Landes vor allem mit seiner Landschaft sowie seiner über 2000 Jahre zurückreichenden Geschichte. Genau diese ländlich geprägte Gegend dient Martin Walker als Schauplatz für seine Kriminalromane.

Bereits zum zehnten Mal schickt er dort den emsigen Polizeichef von Saint-Denis, Bruno Courrèges, auf Verbrecherjagd. Die Krimiserie um den Ermittler, der einem Glas Wein, einem guten Essen und einer attraktiven Frau nie abgeneigt ist und einen Hund namens Balzac besitzt, ist inzwischen Kult.

Im Rahmen seiner Lesereise gewährte Walker am Mittwochabend in der Rathus-Schüür in Baar Einblicke in den neusten Fall des unkonventionellen Polizeichefs. Freundlich und humorvoll begrüsste der Autor seine Zuhörer auf Deutsch. Im Gymnasium habe er zwei Jahre Deutsch gehabt, mehr habe er aber aus deutschen Liedern gelernt. So unter anderem aus jenen von Kurt Weill, erklärte er. Danach las er vor ausverkauften Reihen Abschnitte aus dem englischen Text, der im Original den Titel «The Templars’ Last Secret» trägt, Thomas Heimgartner, Präsident der Literarischen Gesellschaft Zug, trug weitere Passagen aus dem Buch in Deutsch vor. Ein Wechselspiel, das das Publikum von Beginn an in den Bann zog, weil es die Welt des Romans besonders lebendig werden liess und zugleich neugierig machte, die ganze Geschichte kennenzulernen.

Tote an Felswand gibt viele Rätsel auf

In seinem Roman «Revanche» unternimmt Walker eine Reise ganz weit zurück in die Vergangenheit. Vor einer der trutzigen Burgen im Périgord, der Commarque, von der im Mittelalter die Tempelritter zu Kreuzzügen nach Jerusalem aufbrachen, liegt nämlich eine Tote, die etliche Rätsel aufgibt. Wer ist die Frau? War es ein Unfall? Was hat die an die Felswand gesprühte Inschrift «IFTI» zu bedeuten?

Bruno passt der Vorfall überhaupt nicht ins Konzept, denn er soll Trauzeuge sein, was ja schliesslich mit einigen Vorbereitungen verbunden ist. Ausserdem hat ihm das Innenministerium für die kommenden zwei Wochen eine junge Assistentin aus Paris an die Seite gestellt.

Da sich Walker als Krimiautor bereits längst als Botschafter des Périgord auszeichnet und sein Ermittler Bruno ein grosser Verfechter der dortigen Bergerac-Weine ist, wird in «Revanche» ebenfalls wieder viel gegessen, getrunken und gekocht.

Neben der Kriminalgeschichte stellte Walker in der Rathaus-Schüür Baar passenderweise sein «Bruno-Kochbuch» vor, das er in Zusammenarbeit mit seiner Frau zusammengestellt hat, und in dem neue und alte Rezepte aus dem Périgord für jeden Anlass zu finden sind. «Ich wurde immer wieder gefragt, wann mal ein Kochbuch erscheint mit den Gerichten, die Bruno jeweils zubereitet. Hier ist es nun», sagte Walker schmunzelnd.

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