Erste Offizierin der Freiwilligen Feuerwehr Zug gewählt

Mit einer Premiere und einem neuen Präsidenten sorgte die FFZ im Theater Casino für eine spannende Generalversammlung.

Olivier Burger, Mitglied FFZ
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FFZ-Kommandant Daniel Jauch, Oberleutnant Sarah Michalk und FFZ-Präsident Jérôme Marcolin (von links).

FFZ-Kommandant Daniel Jauch, Oberleutnant Sarah Michalk und FFZ-Präsident Jérôme Marcolin (von links).

Bild: FFZ/Daniel Hegglin

Im Jahr 1974 leisteten die ersten Feuerwehrfrauen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Zug (FFZ). 46 Jahre später wurde an der diesjährigen Generalversammlung mit Sarah Michalk die erste Frau zur Offizierin gewählt.

Auf die FFZ ist sie an der Zuger Messe aufmerksam geworden. «Anfänglich wusste ich wenig über die Feuerwehr», blickt die Chefin der Jugendfeuerwehr zurück. Die Begeisterung für die Feuerwehrarbeit sei dann aber schnell gewachsen. Sarah Michalk fing im Atemschutz und der Chemiewehr an, bildete sich zur Korpsmotorfahrerin aus und übernahm Aufgaben im Technischen Zug. Menschen in Notsituationen zu helfen und die tolle Kameradschaft sind zwei Gründe, die sie motiviert haben, die Kaderlaufbahn einzuschlagen.

Jérôme Marcolin ist neuer Präsident

Für FFZ-Präsident Roman Jenny war es die letzte Generalversammlung in dieser Funktion. Nach vier Jahren hat er sein Amt abgegeben. Der FFZ bleibt er jedoch als Feuerwehrmann erhalten. An seine Stelle wählte die Versammlung Jérôme Marcolin als neuen Präsidenten. Er erklärte Annahme der Wahl und will für alle Anliegen der Feuerwehrleute stets ein offenes Ohr haben. Marcolin war Mitglied der Jugendfeuerwehr, bevor er in die FFZ eintrat und später Präsident des 1. Löschzugs wurde. 2019 rückte die FFZ 351 Mal aus. Dies waren 13 Einsätze mehr als im Vorjahr. Wie im Vorjahr waren wenige Mehrfachereignisse zu verzeichnen. Im Fokus der Aktivitäten stand im Berichtsjahr klar die Planung und Umsetzung des Esaf-Einsatzes. «Wir haben auf allen Stufen sehr viel gelernt und profitiert», führte FFZ-Kommandant Daniel Jauch aus. Eine mitreissende Esaf-Multivision liess die Gäste und Feuerwehrleute in Erinnerung schwelgen.

Per Generalversammlung traten neun Kameradinnen und Kameraden aus. Zehn neue Feuerwehrleute konnten in die Reihen der FFZ aufgenommen werden. Der Bestand beträgt 2020 neu 138 Feuerwehrleute. Für das Rekrutenjahr liegen 15 Neuanmeldungen vor. Silvan Jans wurde zum Offizier gewählt und die Austretenden Urs Keiser, Harald Grab, Mathias Keiser sowie Hanspeter Truttmann zu Ehrenmitgliedern ernannt. Stadtrat Urs Raschle überbrachte im Namen der in corpore anwesenden Stadtregierung deren Dank für die geleistete Arbeit. Er lobte insbesondere die einzigartige und einmalige Leistung des FFZ-Kommandanten im Esaf-Jahr. Finanzdirektor und Esaf-OK-Präsident Heinz Tännler dankte für die Unterstützung dieses «bäumigen Festes». In seiner Ansprache stellte er Vergleiche zwischen der Feuerwehr und der Politik an. Zum Beispiel verliere die Feuerwehr nicht die Nerven, wenn heisse Luft produziert werde. Zudem wünschte er sich in der Politik eine gelebte Kameradschaft gleich wie in der Feuerwehr. Grüsse der Partnerfeuerwehr überbrachte eine Delegation der Feuerwehr Fürstenfeld.