Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der Kanton Zug beschränkt den Zugang zum Jagdlehrgang

Im August beginnt der nächste Zuger Jagdlehrgang, für den sich deutlich mehr Leute interessieren, als in den vergangenen Jahren. Die Organisatoren haben nun darum die Notbremse gezogen und schränken zum ersten Mal die Zahl der Teilnehmer ein.
Charly Keiser
Alfred Meier, Präsident des Zuger Kantonalen Patentjägervereins, leitet den Lehrgang für angehende Jäger mit. (Bild: Maria Schmid (24. Mai 2018))

Alfred Meier, Präsident des Zuger Kantonalen Patentjägervereins, leitet den Lehrgang für angehende Jäger mit. (Bild: Maria Schmid (24. Mai 2018))

Am Mittwochabend informierten das Amt für Wald und Wild und der Zuger Patentjägerverein Interessierte über den Zuger Jagdlehrgang, der Ende August beginnt und fast zwei Jahre dauert. 16 Männer und eine Frau warteten gespannt auf die Ausführungen von Albin Schmidhauser, Leiter des Amts für Wald und Wild des Kantons Zug und Alfred Meier, Präsident des Zuger Kantonalen Patentjägervereins.

Nach vielen Informationen über den Lehrgang überraschte Schmidhauser die anwesenden Aspiranten: «Wir müssen aufgrund der mit 33 Leuten grossen Interessentenschar erstmals einen Numerus clausus für den Jagdlehrgang verfügen.» Mehr Ausbildungskapazitäten könnten nicht bereitgestellt und darum nur die ersten 20 Anmeldungen berücksichtigt werden. Prioritär kommen Personen mit Wohnsitz im Kanton Zug zum Handkuss, danach gilt der Eingang der Anmeldungen, dem ein Strafregisterauszug beigelegt sein muss.

Eine der grössten Dichte an Jägern

Der Kanton Zug hat eine der grössten Dichten an Jägern in der Schweiz. Darum sei eine gute Jagdausbildung besonders wichtig, betonte Schmidhauser. Und Meier erklärte, wie sich die Jagd in Zug entwickelt hat. «Vor 100 Jahren waren meist Bauern auf der Jagd und während der Weltkriege wurden pro Jahr nur rund 30 Böcke geschossen. Die Geissen wurden geschont und dafür hat man ‹X-Hundert› Hasen geschossen. Damals ging es bei der Jagd primär darum, Fleisch zum Essen zu bekommen.»

Heute sei das komplett anders, sagte Meier. Es brauche viel Zeit zum Jagen. Und eine Kostenrechnung sei sinnlos. «Ich kann das Fleisch in der Migros günstiger kaufen. Jagd ist eine Passion, die Menschen verbindet, es gibt viel zu entdecken. Die Jagd ist für mich pure Erholung.»

Umfangreiche Ausbildung

Jeden zweiten Montag im Monat wird den Lehrgangsteilnehmern die Theorie vermittelt. Los geht es mit der Fachprüfung «Waffen, Munition, Optik», auf die im April 2019 die Schiessprüfung folgt. Wer beim Schiessen die geforderten Resultate nicht erreicht, muss anderthalb Jahre warten und zurück auf Feld eins. In den Fächern Jagdrecht, Wildkunde, Ökologie und Jagdkunde werden die angehenden Jäger weiter ausgebildet. Der Umgang mit der Waffe sei besonders wichtig, betont Schmidhauser: «Wir wollen niemanden herumlaufen lassen, der nicht mit der Waffe umgehen kann. Sicherheit ist hier zentral.»

«Wer jagen will, braucht Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.» Meier doppelt nach: «Es braucht Zeit und Investitionsbereitschaft. Und wichtig ist ein grosser Durchhaltewille. Und ich habe einen Warnhinweis», sagt Meier und lächelt schelmisch: «Jagdfieber ist ansteckend.»

Die Anmeldung des Schreibenden ist ausgefüllt und abgegeben, der Strafregisterauszug bestellt. Fortsetzung folgt, falls der Numerus clausus überwunden wurde.

Infos unter www.zugerjagd.ch und hier.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.