Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Gefährdeter Gelbringfalter erstmals im Kanton Zug gesichtet

Die vom Kanton Zug eingeleiteten Aufwertungs- und Artenschutzmassnahmen in Waldnaturschutzgebieten wirken. Dies belegt unter anderem der Erstnachweis einer der wichtigsten Waldförderarten: des Gelbringfalters. Der Falter gilt als stark gefährdet.
Ein Gelbringfalter präsentiert die Flügeloberseite auf einer Stechpalme. (Bild: PD)

Ein Gelbringfalter präsentiert die Flügeloberseite auf einer Stechpalme. (Bild: PD)

Ein Gelbringfalter präsentiert die Flügelunterseite auf einem Haselstrauch. (Bild;: PD)

Ein Gelbringfalter präsentiert die Flügelunterseite auf einem Haselstrauch. (Bild;: PD)

Gesichtet und fotografiert wurde der Gelbringfalter vor wenigen Tagen in einem Waldnaturschutzgebiet der Korporation Walchwil von Forstwart Dominic Hürlimann, wie die kantonale Direktion des Innern meldet. Dieser meldete die erfreuliche Entdeckung sofort dem für Waldnaturschutzmassnahmen im Kanton Zug zuständigen Amt für Wald und Wild der Direktion des Innern. Die Präsenz des in der Schweiz stark gefährdeten Tagfalters ist darum relevant, weil sie nachweist, dass die im Kanton Zug ergriffenen Massnahmen zur Artenvielfalt wirken. Dazu gehören etwa die Ausformung von locker bestockten Wäldern sowie die Pflege von Gebüsch-Strukturen und Waldlichtungen. Der Falter fühlt sich in halboffenen Orchideen-Föhrenwäldern bzw. besonnten Lichtungen mit Grasbewuchs zu Hause. «Seine erstmalige Präsenz ist darum als grosser Erfolg für die Artenvielfalt und die Biodiversität im Kanton Zug zu werten», so Frau Landammann Manuela Weichelt, Vorsteherin der Direktion des Innern. «Nun geht es darum, das punktuelle Vorkommen zu sichern und die Population zu stärken», so Martin Ziegler, Leiter der Abteilung Schutzwald, Waldbiodiversität und Naturgefahren beim Amt für Wald und Wild.

Fachzentrum bestätigt Erstnachweis

Auch bei «info fauna», dem Schweizerischen Zentrum für die Kartografie der Fauna in Neuenburg, hat man die Erfolgsmeldung aus Zug mit Freude zur Kenntnis genommen. Yannick Chittaro bestätigt diesen Erstnachweis für den Kanton Zug: «Es gibt auch keine historischen Belege, dass dieser sehr seltene, einheimische Tagfalter je im Kanton Zug vorkam.» Der Gelbringfalter ist eine so genannte «flagship species». Dies bedeutet, dass Massnahmen zu seinen Gunsten auch unzähligen anderen Arten im gleichen Habitat zum Vorteil gereichen. «Der Erstnachweis ist aber nicht nur eine Bestätigung für die Anstrengungen des Kantons in den Waldnaturschutzgebieten, er ist auch ein toller Erfolg für das gemeinsame Engagement von Kanton, Bund und der Waldbesitzerin Korporation Walchwil», so Ziegler. Der anmutige Gelbringfalter ist nach der unverkennbaren Zeichnung auf seiner Flügelunterseite benannt. Auf ihr befinden sich auffällige, schwarze Augen, die von einem dünnen, gelben Rand eingefasst sind.

red

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.