Leserbrief
Es besteht keine Nachfrage für längere Ladenöffnungszeiten

Zur Abstimmung vom 7. März

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Kann es sein, dass sich die Initianten und deren Komiteemitglieder nie um die Ladenbesitzer und das Verkaufspersonal gekümmert haben? Denn die deutliche Mehrheit des Detailhandels sieht weder die Nachfrage noch ein Bedürfnis, die Ladenöffnungszeiten zu verlängern. Ich habe mich direkt an der Front darum gekümmert und im Sommer 2020 eine Umfrage beim Detailhandel von Pro Zug durchgeführt. Dank dieser Umfrage konnte ich bei 28 Läden aus dem vollen Schöpfen und die Stimme des Detailhandels im Kantonsrat vertreten. Das Kantonsparlament hat sich klar gegen eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. 23 Läden haben mir geantwortet, und davon sind 18 Läden gegen eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten. Ein klares Resultat von der Front, und das gilt es zu respektieren.

Dasselbe Resultat bei einer Umfrage durch die Stadt Zug und von Medien. Die Läden möchten weiterhin kundenfreundlich bleiben und die bestehenden Ladenöffnungszeiten einheitlich beibehalten und nicht flexibel halten mit unterschiedlichen Ladenöffnungszeiten am Morgen und am Abend, wie es die Initianten fälschlicherweise behaupten. Anfragen an Gewerbe- und Wirtschaftsverbände und die angrenzenden Kantone sind eher nicht repräsentativ, denn da wurde nicht die Front angefragt, sondern Leute, welche ab 18 Uhr ihren verdienten Feierabend geniessen. Diesen Feierabend hat das Verkaufspersonal, würde es nach den Initianten gehen, noch lange nicht verdient. Sie müssten bis 20 Uhr arbeiten, dann noch aufräumen, abrechnen und heimfahren, Feierabend haben sie somit erst nach 21 Uhr. Der Detailhandel hat heute mindestens elf Stunden am Tag und sechs Tage in der Woche offen, da kann sich jeder seinen Einkauf organisieren, moderne Gesellschaft hin oder her, der Detailhandel dankt. Die Konsequenz daraus, die Familien- und wirtschaftsfreundliche CVP sagt Nein zu längeren Ladenöffnungszeiten.

Benny Elsener, Kantons- und Gemeinderat Stadt Zug, CVP