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Leserbrief

Es besteht noch Handlungsbedarf

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie

Seit 2005 findet am 17. Mai jährlich der internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie statt. Der Tag soll aufrütteln, denn noch immer werden homosexuelle und transsexuelle Menschen auf der ganzen Welt diskriminiert. In nicht wenigen Regionen müssen sie sich verstecken und werden verfolgt. Aber auch in der Schweiz besteht in diesem Bereich noch Handlungsbedarf. Der Schweizer Dachverband Pink Cross schreibt in seinem Beitrag zur jedes Jahr veröffentlichten europäischen Rainbow Map, dass die Schweiz nur noch den 27. Rang (von 49) belegt. Dies hauptsächlich deshalb, weil das Schweizer Gesetz noch nicht vor Hassdelikten aufgrund der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität und der Geschlechtsmerkmale schützt.

Das nationale Parlament hat im vergangenen Herbst zwar die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung in die Antirassismus-Strafnorm aufgenommen, den Bereich der Geschlechteridentität jedoch ausgeklammert. Zudem wurde aus rechtskonservativen Kreisen das Referendum dagegen ergriffen und bereits eingereicht. Die gesetzliche Regelung in der Antirassismus-Strafnorm ist ein erster wichtiger Schritt. Eigentlich könnte man meinen, dass im Jahr 2019 die freiheitliche Gestaltung eines jeden Lebens selbstverständlich ist. Solange dies nicht der Fall ist, werde ich mich politisch für die Rechte von homosexuellen und transsexuellen Menschen einsetzen.

Andreas Lustenberger, Kantonsrat und Nationalratskandidat
Alternative – die Grünen, Baar

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