Sicherheitskonzept fürs Eidgenössische Schwingfest in Zug: Es hat Platz für bis zu 450'000 Besucher

Ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept wird am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug Probleme verhindern, selbst wenn bis zu 450'000 Festbesucher erscheinen.

Cornelia Bisch
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Auf dem 75 Hektaren grosse Areal des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes in Zug werden sich die Menschenmassen gut verteilen. (Bild: Andreas Busslinger / Swiss-Image)

Auf dem 75 Hektaren grosse Areal des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes in Zug werden sich die Menschenmassen gut verteilen.
(Bild: Andreas Busslinger / Swiss-Image)

Schätzungen zufolge werden zwischen 300'000 und 350'000 Besucher während des Wochenendes vom 23. bis 25. August aufs Festgelände des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (Esaf) in Zug strömen. «Bei schönem Wetter rechnen wir sogar mit eher mehr Gästen», berichtet Regierungsrat Heinz Tännler. Für die kleine Stadt Zug eine gewaltige Menge Menschen, die an- und abreisen, aufs Festareal gelangen, sich dort bewegen und verpflegen werden.

«In Zusammenarbeit mit der Polizei sowie der Amstein und Walthert AG wurde ein Verkehrs- und Sicherheitskonzept für das Esaf entwickelt», führt Tännler aus. Sämtliche Schnittstellen sowie Verkehrsströme und -teilnehmer seien darin berücksichtigt worden.

Evakuationspläne für die Arena

«Es gibt beispielsweise genaue Evakuationspläne für die Arena unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien.» Berechnungen zufolge könnten sich bis zu 450'000 Leute im und ums Festgelände aufhalten, ohne dass Komplikationen oder gefährliche Situationen entstünden. Allein das Esaf-Festgelände umfasst eine Fläche von 75 Hektaren. «Es ist genug Platz vorhanden, die Menge wird sich gut verteilen», ist Tännler überzeugt.

Eine zielgerichtete, effiziente An- und Weiterleitung der Besucherströme durch Hundertschaften von Esaf-Helfern werde Pfropfenbildungen an neuralgischen Stellen verhindern. «Alle Besucher, die mit Sonder- und Extrazügen im Bahnhof Zug ankommen und aufs Festgelände gelangen wollen, werden durch entsprechende Signalisation und sehr viel Personal rasch in die richtige Richtung geleitet.» Dabei handelt es sich um mehrere tausend Menschen stündlich. Auch der Veloverkehr wird dabei berücksichtigt. «Der Individualverkehr wird sowieso abgefangen und kommt gar nicht in den Festperimeter hinein.» Baustellen wie jene an der Aabach- und Gubelstrasse werden bis zum Beginn des Esaf vollständig geräumt und hindernisfrei begehbar sein.

Baustellen werden bereinigt

«Wir haben mit der Stadt in dieser Frage frühzeitig den Dialog gesucht», informiert Tännler. Die Verantwortlichen hätten zugesagt, sämtliche Behinderungen auf Baustellen während der Dauer des Esaf zu entfernen. «Der Kreisel Aabachstrasse beispielsweise wird im Rohbau fertig sein. Sämtliche Bauschranken werden bis zum 20. August entfernt.»

Eventuell nötige Feinbelagsarbeiten würden erst nach Beendigung des Esaf ausgeführt werden. Ausserhalb der Stosszeiten sei die Zirkulation der Festbesucher kein Problem. «Da sind höchstens die Partygäste, die abends in den Bierzelten etwas Lärm verursachen.» Wenn alles gut organisiert sei, komme es erfahrungsgemäss zu keinerlei Problemen. An Schwingfesten versammle sich sowieso eher friedliebendes Volk.

Friedliches Festvolk

«Ich habe bereits die Eidgenössischen Schwingfeste in Frauenfeld, Burgdorf, Aarau und Estavayer sowie viele kleinere Schwingfeste miterlebt», erzählt Tännler. «Sie waren alle friedlich und fröhlich, es gab keinerlei Hooliganismus, und niemand randalierte.» Wenn doch einmal einer allzu sehr über die Stränge schlage, werde er meist von Freunden oder anderen Festgästen wieder beruhigt. «Das erledigt man gewöhnlich direkt ‹sur place› unter sich.»

Er gehe davon aus, dass keine Einsätze seitens der Blaulichtorganisationen nötig sein würden. «Die Polizei wird nicht sichtbar, aber immer in Bereitschaft sein.»