Leserbrief
Es gibt zu viele Velounfälle im Kanton Zug

Zur steigenden Anzahl Velounfälle, auch in Zug

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Die «Sonntagszeitung» hat am 15. September berichtet, dass die Velounfälle zunehmen – im Gegensatz zu den Verkehrsunfällen mit Autos, Fussgängern und Motorrädern, die um ein Drittel zurückgegangen sind. Und ein Drittel aller Schwerverletzten im Strassenverkehr sind heute ein Velofahrer.

Alarmierend ist, dass sich unter den 20 Gemeinden mit den meisten Velounfällen Zug (Rang 12) und Baar (Rang 20) befinden. Bei den Einwohnerzahlen liegt Zug auf Platz 24 und Baar auf Platz 34. In zwei Dritteln der Fälle ist die Ursache der Unfälle Selbst- oder Mitverschulden der Velofahrer und das Nichttragen des Helms. Aber auch äussere Einflüsse und der Zustand der Infrastruktur sind oft für Unfälle verantwortlich.

Die Verkehrssicherheit ist Sache der Kantone und Gemeinden. Ich bin der Meinung, dass wir uns im Kanton Zug aktiver darum bemühen müssen, die Radfahrer beim Bau und Umbau von Strasseninfrastrukturen besser vor Unfällen zu schützen. Sie sind Teil einer verletzlichen Gruppe von Verkehrsteilnehmern, die umweltschonend und leise unterwegs sind und so zur Lebensqualität im Kanton beitragen. Aber auch die Eigenverantwortung darf hier betont werden: Helm tragen, aufmerksam sein, Zeichen geben, um sich selbst zu schützen.

Sussi Hodel, Nationalratskandidatin FDP