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«Es ist jedes Mal aufs Neue aussergewöhnlich»

In ihrem vierten Studioalbum «Ideal» hinterfragt die Zuger Band Delilahs unter anderem die Ideale der Gesellschaft. Am kommenden Samstag wird sie in der Galvanik zum Heimspiel antreten.

Vanessa Varisco
In ihrem neuen Album kritisieren die Delilahs das Schubladendenken der Gesellschaft. (Bild: PD)

In ihrem neuen Album kritisieren die Delilahs das Schubladendenken der Gesellschaft. (Bild: PD)

Ein neues Album herauszubringen, plane man nicht, erklären Muriel Rhyner (Gesang, Bass) und Isabella Eder (Gitarre, Gesang) von Delilahs, die mit Philipp Rhyner (Gitarre) und Daniel Fischer (Schlagzeug) auf der Bühne stehen. Das sei auch beim vierten Album nicht anders gewesen. Sie hätten aber das Bedürfnis gehabt, sich auszudrücken. «Es liegt wohl einfach in unserem Naturell, alle paar Jahre wieder eine neue Platte herauszubringen», überlegt Rhyner. «Ideal» betrachte die Gesellschaft kritisch und gründe auf den Gedanken der Bandmitglieder. «Wir möchten die Ideale hinterfragen. Und das Schubladendenken kritisieren. Nicht immer muss man sich festlegen, wo man hineinpasst», führt Eder aus.

Das Spannende dabei sei: In ihrer 14-jährigen Bandgeschichte hätten sie immer wieder zu hören bekommen, dass sie selber in keine Schublade passen würden. Sie seien weder eine Pop- noch eine Rock- noch eine Punkband, sondern schlicht Delilahs. Auch gehe es ihnen nicht darum, Antworten zu liefern. «Wir stellen Fragen, beleuchten unterschiedliche Standpunkte», erklärt Rhyner und führt aus: «Das Schönste ist natürlich, wenn wir so zum Nachdenken anregen können.» Was natürlich nicht bei allen Hörern gleich gut funktionieren würde, wie die beiden Bandmitglieder erklären. «Manche wippen einfach nur mit, geniessen die Musik und achten nicht auf den Text», ist sich Eder sicher. «Bei anderen kommt die Botschaft allerdings an; das merken wir immer wieder an Konzerten.»

Konzert in Zürich bleibt in Erinnerung

Band bereits in verschiedenen Clubs unterwegs. «Jedes Mal aufs Neue ein aussergewöhnliches Erlebnis», schwärmen die beiden Frauen. Vor allem die Plattentaufe in der «Hafenkneipe» in Zürich bleibe im Gedächtnis. Es sei einer dieser heissen Sommertage mit einem kurzen Platzregen gewesen, weswegen es regelrecht gedampft habe im Inneren des Lokals. Und auch die Stimmung sei schnell hochgekocht. «Obwohl wir die Songs erst zwei Tage vorher herausgebracht haben, ist das Publikum darauf angesprungen», erinnert sich Rhyner. Auf die Lieder, die im Radio gespielt würden, hätten die Konzertbesucher besonders reagiert und mitgefeiert.

Für die Band bedeute eine Konzerttour mit neuem Album im Gepäck auch immer eine neue Herausforderung. «Wir müssen dann unsere Komfortzone verlassen und uns neu sammeln, da wir die Songs noch nicht allzu lange in unserem Repertoire führen», erörtert Rhyner. Doch seien sie mehr als zufrieden mit der bisherigen Konzerttour. «Wenn der erste Song angespielt wird und das Publikum sich mitreissen lässt, oder einzelne Besucher ein ‹Käferfest› haben, ist das für uns ein Wahnsinnsgefühl», berichtet Eder. Zwar koste eine Tour viel Kraft und Energie, gebe ihnen aber ebenfalls viel. «Da in unserem Tourbus aktuell nur zwei Personen mitfahren dürfen, musste die andere Hälfte der Band mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen», so Eder. Das sei anstrengend gewesen – was die tollen Auftritte allerdings wieder wettgemacht hätten.

Neues Publikum im Ausland ansprechen

Auch in Deutschland wird die Single inzwischen im Radio gespielt. «Für uns spannend. Weil man uns in der Schweiz bereits seit Jahren kennt, bietet die Veröffentlichung in Deutschland uns die Möglichkeit, einerseits neue Hörer zu erreichen und andererseits dort Resonanz abzuholen», so die Sängerin Rhyner. Nächstes Jahr sei ausserdem eine Tour durch Deutschland geplant – die ganz anders ablaufe als jene in der Region. «Oftmals haben wir nur wenige Stunden Schlaf, bevor wir Hunderte Kilometer in die nächste Stadt fahren müssen», erklärt Eder. Nichtsdestotrotz freue sich die Band auf die bevorstehenden Auslandauftritte. Vorerst steht der Auftritt in der Galvanik am Samstag an. Heimspiele seien nicht einfacher. «Je mehr Leute man im Publikum kennt, desto schwieriger wird es unter Umständen. Seine Freunde und Liebsten möchte man natürlich umso mehr begeistern», weiss Rhyner. Weshalb es zeitweise schwieriger sei, ins «Bühnen-Ich» zu schlüpfen. Doch nach vielen Jahren Erfahrung werde ihnen auch das gelingen. «Sicherlich wird die Stimmung toll in Zug», überlegen die beiden Frauen, die ihrem Auftritt bereits jetzt entgegenfiebern.

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