Leserbrief

Es riecht wie in einer Tiefgarage

Zur Luftverschmutzung

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Haben Sie es auch bemerkt? Seit es kalt geworden ist, riecht es in der Stadt wie in einer Tiefgarage. Ausgerechnet jetzt, wo wegen der Nebeldecke kein guter Luftaustausch mehr stattfindet, schaltet sich bei vielen Dieselmotoren die Abgasreinigung aus – ganz legal, ohne «Schummelsoftware», behördlich genehmigt zum Schutz der Motoren, was anscheinend wichtiger ist als der Gesundheitsschutz für die Anwohner. Die Folge: Giftiges Stickstoffdioxid wird ausgestossen. Jährlich gibt es immer noch um die 2000 vorzeitige Todesfälle aufgrund von Luftverschmutzung in der Schweiz. Das sind zwar «nur» halb so viele, wie bisher aufgrund der Corona-Epidemie verstorben sind. Aber im Unterschied zu Corona ist leider noch kein Ende absehbar, dabei wäre diese Luftverschmutzungspandemie, mit deutlich einfacheren Massnahmen in den Griff zu kriegen: Wir müssen schneller als bisher geplant aus den Verbrennungsmotoren aussteigen und konsequent möglichst energieeffiziente Verkehrsmittel fördern. Damit würden wir nebst unserer Gesundheit auch das Klima schützen und unsere Stadt schöner und ruhiger machen – eine Win-win-win-Situation. Auf was warten wir noch?

Patrick Steinle, Gemeinderat Grüne, Zug