Leserbrief

Es soll nur stimmen dürfen, wer Steuern zahlt

«Neuer Anlauf fürs Stimmrechtsalter 16», Ausgabe vom 19. Juni

Drucken
Teilen

Der britische Philosoph, Historiker, Mathematiker, Sozialkritiker und politische Aktivist Bertrand Russell (1872–1970) sagte einmal: «Wer mit 20 nicht Kommunist gewesen ist, hat kein Herz. Aber wie es mit 40 noch immer ist, hat kein Hirn». Und die Linken, die nun das Stimmrecht ab 16 Jahren fordern, bauen genau darauf. Sie wollen das Gewicht der Stimmbürger nach links verschieben, indem sie Jugendlichen das Stimmrecht geben wollen. Früher war es so, dass nur stimmen durfte, wer zuerst für den Staat (also das Gemeinwohl) eine Leistung erbracht hatte. Anstelle des Stimmrechts ab 16 Jahren plädiere ich dafür, dass wir dies wieder einführen und nur jene Schweizerinnen und Schweizer Stimm- und Wahlrecht haben, die auch Steuern bezahlen. Gemäss den Statistiken der Eidgenössischen Steuerverwaltung zahlen nämlich 26 Prozent der Bevölkerung der Schweiz keine Bundessteuern. Und nach den neuen Vorlagen der Finanzverwaltung des Kantons Zugs sollen die unteren Einkommen weiter entlastet werden, sodass 18 Prozent der Zuger Steuerpflichtigen keine Kantons- und Gemeindesteuern bezahlen.

Just kommen die Forderungen nach immer mehr Umverteilung genau aus jenen linken Kreisen. Unsere Jugend ist weitgehend gut, aber es gibt die linksverblendeten jungen (und alten) Politiker, die immer nur fordern und sich nicht bewusst sind, dass alles Geld, das ausgegeben werden kann, zuerst durch harte Arbeit verdient werden muss. Deshalb bin ich der Meinung, dass an sich nur wählen und stimmen darf, wer auch mit Steuern hilft, die Gelder zu äufnen, die nachher wieder ausgegeben werden. Ob die dann 16, 18 oder 60 Jahre alt sind, spielt keine Rolle.

Felix Zulauf, Zug