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Etablierter Zuger Filmclub feiert sein 20-Jähriges

Mit «Fliz» hat Zug einen renommierten Verein, der einem interessierten Publikum Zugang zu Filmen abseits vom Mainstream ermöglicht. Die nächste regelmässige Veranstaltung am Montag steht denn auch unter einem besonderen Zeichen.
Andreas Faessler
Die riesige Schweizer Flagge oberhalb Vitznau wird montiert. Filmszene aus «Mein erster Berg». (Bild: PD)

Die riesige Schweizer Flagge oberhalb Vitznau wird montiert. Filmszene aus «Mein erster Berg». (Bild: PD)

Die regelmässigen Kinoabende des Zuger Fliz-Filmclubs im Kino Gotthard gehören seit einer gefühlten Ewigkeit zum fixen Zuger Kulturprogramm. Es sind Anlässe, die über den konventionellen Kinobesuch hinausgehen: Wohlgewählte Filme mit einer tieferen Botschaft regen zum Nachdenken an, und ein illustrer Saalgast – meist die Regisseurin oder der Regisseur – steht dem interessierten Publikum Red und Antwort.

Dieses Jahr feiert der Fliz-Filmclub sein 20-jähriges Bestehen. Seine Ursprünge jedoch reichen bis in die frühen 1990er-Jahre zurück, als Annelies Ursin und Erich Langjahr das sogenannte «Studiokino» für Freunde des Kunstfilms auf die Beine stellten. Das Konzept war bereits damals dasselbe, wie es heute Fliz weiterpflegt, fand jedoch im Burgbachkeller statt. Der Verein «FLIZ FilmLiebhaberInnen Zug» wurde Mitte Juni 1999 im Burgbachkeller gegründet, nachdem das Studiokino hatte eingestellt werden müssen, da die technische Einrichtung im Kellertheater den modernisierten Techniken nicht mehr gerecht zu werden vermochte. Seit seiner Gründung veranstaltet der Fliz Filmclub – wie er vereinfacht genannt wird – die monatlichen Filmabende im Kino Gotthard. Das seit den Anfängen gepflegte Konzept, die Filme im Beisein der Regisseurin resp. des Regisseurs zu zeigen, habe sich in der Zuger Kulturszene erfolgreich etabliert, wie der Vereinsvorstand sagt. Rund 320 Mitglieder hat der Club und darf zudem auf die Unterstützung von Stadt und Kanton sowie zahlreicher filmbegeisterter Helferinnen und Helfer zählen.

Zum Jubiläum kommen zwei Geburtstage

Der nächste Filmabend vom Montag, 17. Juni, findet im Kino Seehof statt, ist gleichsam eine kleine Jubiläumsveranstaltung und steht im Zeichen der Vereinsgeschichte. Ein Rückblick und die Entwicklung zur aktuellen Vereinsstruktur werden dem Publikum präsentiert. Die Haupt-Filmvorführung an diesem Abend erfolgt zu Ehren des Vereinsmitbegründers und Vorstandsmitgliedes Erich Langjahr. Der bekannte Zuger Filmemacher feiert heuer seinen 75. Geburtstag. Gezeigt wird «Mein erster Berg» von 2012, Erich Langjahrs erster digital gedrehter Film. Langjahr hat eine starke persönliche Beziehung zur Rigi, ist er mit dem Berg, den er seit Kinderjahren stets im Blick hatte, faktisch grossgeworden. Er hat dem Reiz der «Königin der Berge» nachgespürt. Worin besteht ihre unbändige Anziehungskraft? Neben wunderbaren Landschaftsbildern zeigt der Film auch Menschen, etwa den arbeitserprobten Älpler Märtel Schindler im Spiegel der Jahreszeiten. Typisch für Langjahrs Filme, kommt auch dieser Streifen ohne grosse Mono- oder Dialoge aus. Die Musik zum Film stammt von Hans Kennel. Auch er feiert heuer einen Runden – er wird 80. Langjahr und Kennel sind selbstverständlich zugegen.

Als Einstimmung auf «Mein erster Berg» wird Langjahrs 8-minütiger Film «USA-Time» gezeigt. Die kleine, aber einzigartige Filmpreziose von 1974, welche Werbewahn und «Amerikanisierung» zum Thema macht, ist neuerlich digitalisiert worden.

Fliz Filmabend und Jubiläumsveranstaltung am Montag, 17. Juni, im Kino Seehof, Zug. Apéro um 19.30 Uhr. Anschliessend Filmvorführung.

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