Leserbrief

Etwas Tolles aus der Situation gemacht

«Kuscheltiere als Fans», Magazin Zug Kultur, Ausgabe vom 28. November

Drucken
Teilen

Mir gefällt der Artikel als leuchtendes Beispiel für Chancen in der Pandemiezeit. Die Branchen und Organisationen sind in dieser Zeit unterschiedlich betroffen. Notwendige Schutzmassnahmen verhindern Geschäftstätigkeiten, lassen Einkommen wegbrechen, lösen Ängste aus oder schränken das soziale und gesellschaftliche Leben massiv ein. Unzählige geliebte Anlässe können nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Der Musikschule Zug und den Lehrpersonen gratuliere ich zu ihrer Idee! Sie haben nicht einfach abgesagt, die Köpfe hängen lassen. Mit den Kuscheltieren auf den Zuschauerstühlen, den kleinen Blumensträussen für die jungen Künstlerinnen und Künstler und der Veröffentlichung per Video haben sie einen Teil der Ziele erreicht. Die Videoaufnahmen, die zu Hause von den Eltern und Grosseltern geschaut werden, haben sicher Freude bereitet, die Familie stolz gemacht und dazu beigetragen, dass die Idee der Schulkonzerte gelebt wird und erste Konzerterfahrung gesammelt werden konnte; trotz Covid-Massnahmen. Auch erkennen wir so das Engagement der Lehrpersonen und junge Geschwister werden animiert, auch ein Instrument zu erlernen: «Schau, meine Schwester oder mein Bruder ist auf Youtube!» So bedanke ich mich für ihren Sondereffort im Dienste der Schule aber auch für all die Schülerinnen und Schüler und deren Angehörige. Sie haben etwas Tolles aus der Situation gemacht. Vielleicht dient ihr Beispiel für die kommenden Anlässe innerhalb der Familien, in Firmen, in der Gesellschaft, dass man sich überlegt, ob man nicht mindestens einen Teil der Ziele trotz Massnahmen verfolgen kann. Es wird nicht immer gelingen, aber man hat es wenigstens versucht. Neue kreative Ideen dürfen auch einmal schief gehen. Ich bin gespannt, was in der Weihnachtszeit, an Silvester und auch an der Fasnacht für Ideen entstehen, vielleicht im ganz Kleinen, vielleicht virtuell oder draussen mit genügend Abstand. Die Menschen, die wir alle damit erreichen, werden dankbar sein.

Peter Steinmann, Cham