Evangelische Volkspartei beteiligt sich an den Zuger Nationalratswahlen

Die EVP betritt Neuland und beteiligt sich zum ersten Mal überhaupt an Wahlen im Kanton Zug. 

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Mathias Bürki, Eveline Wüthrich und Christoph Tanner (von links). (Bild: PD)

Mathias Bürki, Eveline Wüthrich und Christoph Tanner (von links). (Bild: PD)

(rh/pd) «Mit dem Schwung des hundertjährigen Jubiläums schwappte die EVP-Welle nun erfreulicherweise auch auf den Kanton Zug über», heisst es in der Mitteilung der Partei vom Montag. Mit der erstmaligen Teilnahme an den Nationalratswahlen betritt die EVP Neuland und präsentiert sich in Zug erstmals einer breiteren Öffentlichkeit.

Auch wenn die EVP im Kanton Zug bisher noch nie in Erscheinung getreten ist, seien die Kandidierenden der EVP alles andere als politische Greenhorns. Der ehemalige Präsident und Gründungsmitglied einer regionalen EVP-Sektion im Kanton Bern, Mathias Bürki, ist vor zwei Jahren berufsbedingt mit seiner jungen Familie aus dem Oberaargau in die Stadt Zug gezogen. Mathias Bürki ist Arzt und arbeitet seit dem Umzug im Kantonsspital Luzern.

Ebenfalls bereits über ausgewiesene politische Erfahrung verfügt Christoph Tanner. Der Medizintechniker und Familienmann engagiert sich seit Jahren als Vorstandsmitglied der im Nachbarkanton Luzern bereits seit 2002 existierenden Kantonalpartei. Mit Eveline-Liliane Wüthrich portiert die EVP zudem eine «ausgewiesene weibliche Kandidatur». Eveline Wüthrich ist Fachangestellte Gesundheit und engagiert sich in ihrer Freizeit als Hauptleiterin der Jungschar Ägeri sowie als Samariterlehrerin im lokalen Samariterverein.

1919 in Brugg gegründet

Wie die EVP Schweiz vor hundert Jahren in Brugg mit einer kleinen Gruppe ihren Anfang nahm, startet die Evangelische Volkspartei nun auch im Kanton Zug in vorerst noch überschaubarem Rahmen ihr Engagement. «Der Auftrag, auf christlicher Grundlage eine lösungsorientierte Politik zu betreiben und zu mehrheitsfähigen Lösungen beizutragen, ist und bleibt jedoch der selbe», schreibt die Partei. 1919 beschlossen rund 30 Personen, eine evangelische Partei zu gründen. 2019 engagiert sich die EVP nun in Zug ebenso mit dem Ziel «gesellschaftliche Gräben zu überwinden und sich mit christlichen Werten für das Wohl der Bevölkerung einzusetzen».