Das EVZ-Academy-Urgestein sagt: «Wir sind kein Punktelieferant»

Andreas Döpfner (20) figuriert seit der Gründung der EVZ Academy im Kader der Swiss League Teams.

Michael Wyss
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Andreas Döpfner glaubt noch an die Playoffqualifikation mit der EVZ Academy.

Andreas Döpfner glaubt noch an die Playoffqualifikation mit der EVZ Academy.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. Februar 2019)

«Es sind genau diejenigen Partien, die wir gewinnen müssen, wenn wir in die Playoffs einziehen wollen», zeigte sich Andreas Döpfner vor dem Duell mit Sierre kämpferisch. Und der 20-jährige Flügel, der bereits seine vierte Saison bei der EVZ Academy in der Swiss League spielt, feierte gegen die Walliser nicht nur einen 3:2-Sieg, sondern konnte sich zugleich in die Torschützenliste eintragen lassen. Er war für die zwischenzeitliche 2:1-Führung verantwortlich. Döpfner sagte nach dem Match: «Wir sind erleichtert, dass wir dieses Duell gewinnen konnten. Wir haben über den Kampf gewonnen. Nun haben wir wieder Sichtweite zum letzten Playoffplatz.»

Vermutlich werden sich die Zuger (23 Punkte), so wie sich die Tabelle derzeit präsentiert, mit La Chaux-de-Fonds, den GCK Lions und Sierre ein spannendes Duell liefern. Die Academy hat, bei zwei Partien weniger als die Konkurrenz, eine Hypothek von zehn Punkten auf Rang 8 wettzumachen. Döpfner beschreibt die Ausgangslage folgendermassen: «Die Playoffs sind ein machbares Ziel. Leider haben wir gegen die Direktkonkurrenten in der jüngsten Vergangenheit nicht immer das Optimum herausholen können. Punktemässig können wir sicher nicht zufrieden sein.» Damit meint er unter anderen die Niederlagen gegen Sierre (2:8) und diejenige gegen die GCK Lions (1:5) im November.

Der Abschluss ist das grosse Manko

Wie beurteilt Döpfner, der als einer der wenigen Akteure seit der Gründung der EVZ Academy Equipe im Kader steht, die Entwicklung innerhalb der Mannschaft? «Sehr positiv. Wir können in der zweithöchsten Liga mithalten und spielen immer um die Playoffs mit, das ist natürlich sehr erfreulich. Wir sind kein Punktelieferant oder Kanonenfutter. Da wir jeweils mit einer sehr jungen Equipe in die Saison starten und viele Rotationen im Team haben, ist das sicher nicht immer einfach zu bewältigen. Doch der Weg stimmt und wir machen das Beste aus den Möglichkeiten.»

Er weiss auch, was besser werden muss: «Ganz klar die Effizienz. Wir kreieren immer wieder gute Chancen während einer Partie, doch die Ausbeute ist nicht immer befriedigend.» In welchen Bereichen hat das Team Fortschritte gemacht? «Jeder Spieler, der in der Academy spielt, verfolgt ja das gleiche Ziel, eines Tages in der National League zu spielen und den Traum vom Profi Wirklichkeit werden zu lassen», sagt Döpfner, dessen Vertrag am Ende der Saison auslaufen wird, und fügt hinzu: «Die Kampf- und Leistungsbereitschaft ist sicher sehr positiv zu taxieren. Auch Negativserien mit mehreren Niederlagen konnten wir immer wieder wegstecken. Die Reaktion kam immer. Da hat das Team sicher gereift.»

Auf dem Weg in die Playoffs wartet am Dienstag mit dem Schlusslicht Ticino Rockets ein Team auf die EVZ Academy, das besiegt werden muss (19.45, Academy Arena). Andreas Döpfner stellt klar: «Wir wollen den Schwung aus den jüngsten beiden siegreichen Auftritten mitnehmen. Ein Dreier gegen die Tessiner ist Pflicht.» Am kommenden Samstag reisen die Zuger nach Olten (17.30, Kleinholz). «Wir sind Aussenseiter, können aber eine Überraschung landen», sagt Döpfner zu dieser Partie.

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