EVZ-Academy-Trainer schaut zuversichtlich in die Zukunft

Roger Hansson ist zufrieden mit der Entwicklung seiner Spieler. Der Schwede analysiert die bisherige Saison.

Michael Wyss
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«Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel angekommen. Die letzten Wochen und Monate stimmen mich aber zuversichtlich für die Zukunft meiner Spieler», so Trainer Roger Hansson. Der 52-jährige Schwede verpasste mit seiner EVZ-Academy-Equipe in der Swiss League (SL) die Playoffs (Top 8), was ihn etwas wurmt. «Der 8. Rang wäre nicht unmöglich gewesen, denn wir haben ja gezeigt, dass wir mit den Teams um den Playoff-Strich mithalten können.» Schmerzen tun sicher die drei Niederlagen gegen den grössten Playoff-Mitstreiter GCK Lions. «Gewinnst du diese Duelle, würde die Tabelle ein anderes Gesicht zeigen.»

Trainer Roger Hansson.

Trainer Roger Hansson. 

Bild: PD

Mit dem jüngsten SL-Team seit der Gründung der EVZ Academy 2016 mangelte es in der Mannschaft an Erfahrung und Routine. Hansson führt aus: «Ich hatte zwischenzeitlich einmal in einer Phase der Meisterschaft ein Durchschnittsalter unter 20 Jahren. Doch die Spieler haben trotz allem viel profitiert aus dieser Situation. Bis jetzt war es eine lehrreiche Saison für uns alle. Sie machen einen Lernprozess durch.» Was vermisste Hansson von seinen Spielern? «Sie können in jedem Bereich noch fünf Prozent mehr zulegen. Es sind nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Aber das ist halt entscheidend. Zudem haben wir keine Konstanz über 60 Minuten geschafft. Manchmal hatten wir einen Aussetzer, waren zwei bis drei Minuten unkonzentriert und wurden dafür bestraft. Wir haben viele Spiele so verloren.»

Hanssons Vertrag läuft bis Ende Saison 2020/21

So denkt Roger Hansson über die bisherige Meisterschaft: «Es wird sehr gutes Hockey gespielt, das Niveau ist hoch. Kloten, Ajoie und Olten sind Topteams. In der Schweiz hat man eine Zweiklassengesellschaft mit den Topteams und einem breiten Mittelfeld. In Schweden ist die Meisterschaft ausgeglichener auf dieser Stufe.» Inzwischen hat sich der Schwede auch gut in der Schweiz eingelebt. «Auch mit der deutschen Sprache geht es immer besser», versichert der Skandinavier. Hanssons Vertrag beim EVZ läuft noch bis Ende Saison 2020/21.

Noch nicht sicher ist, wie sich das Team in der neuen Saison zusammensetzen wird. Er sagt:

«Einzig klar ist, dass wir auch nächste Saison ein junges Kader stellen werden. Der eine oder andere talentierte Spieler der U20-Elit wird sicher wieder bei uns die Chance bekommen, sich zu beweisen, wie bereits in dieser Saison.»

Und die Playoffs, sind sie ein Ziel in Zukunft? «Nebst der Entwicklung der Spieler und dass wir die jungen Akteure auf die National League vorbereiten können, ist eine Playoff-Teilnahme immer das höchste der Gefühle. Der Ehrgeiz ist vorhanden.» Zum Abschluss der Qualifikationsphase trifft die Academy-Equipe auf Sierre (Dienstag, 19.45 Uhr Patinoire de Graben) und Ajoie (Samstag, 16.45 Uhr Academy Arena). Anschliessend beginnt die Abstiegsrunde der Teams auf Rang 9 bis 12. Der Letztplatzierte muss in die Barrage gegen den Meister der My-Sports-League.

Der EVZ wird nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten, da die erspielten Punkte mitgenommen werden und der Vorsprung auf Schlusslicht Ticino Rockets mit 18 Punkten doch beträchtlich ist. Hansson: «Wir wollen die Abstiegsrunde gewinnen und zeigen, dass wir das beste Team dieses Quartetts sind.» Dann wäre auch die Qualifikation zur 1. Hauptrunde im Swiss Ice Hockey Cup für die neue Saison garantiert. Die Top 10 der Swiss League qualifizieren sich automatisch dafür.