Fall Betschart: Urteil bestätigt

Der Baarer Gemeinderat Karl Betschart hat einen Konkurs verzögert. Dieser Meinung ist nun auch das Obergericht.

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Karl Betschart. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Karl Betschart. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Der Baarer Gemeinderat Karl Betschart ist in der Berufung abgeblitzt. In zweiter Instanz hat das Obergericht das Urteil gegen die Genossenschaft Eiszentrum Zugerland in Hünenberg bestätigt. Auch das höchste Zivilgericht des Kantons sieht es als erwiesen an, dass sich Betschart und drei Mitangeklagte der «pflichtwidrigen und schuldhaften Konkursverschleppung» schuldig gemacht haben. Dabei sei gemäss dem Urteil vom 6. Dezember ein Schaden von 109 838 Franken entstanden, für den Betschart und seine Mitstreiter solidarisch haften müssen. Zum gleichen Schluss war am 3. März in erster Instanz bereits das Kantonsgericht gekommen. Die Verwaltungsräte der Genossenschaft legten Berufung ein.

Neues AnwaltsteamKarl_Betschart

Ihre Argumente fanden beim Obergericht allerdings kein Gehör. Da nützte auch ein Anwaltswechsel nichts. Das Obergericht beurteilt die Berufung als «in allen Teilen unbegründet». Karl Betschart und seine drei Mitangeklagten haben die Möglichkeit, innert 30 Tagen beim Bundesgericht in Lausanne Beschwerde gegen das Urteil einzureichen. Ob sie den Fall weiterziehen, ist noch offen. Betschart wollte sich gestern zum Urteil nicht äussern. «Ich will mich zuerst mit meinen Anwälten besprechen», erklärt der Baarer Gemeinderat. Er werde in den nächsten Tagen Stellung nehmen. Betschart ist wegen des Urteils aus der SVP ausgetreten, aber nicht aus dem Gemeinderat.

Silvan Meier

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