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FAMILIEN: Kinderbetreuung im Kanton Zug soll einheitlicher werden

Der Kanton Zug soll ein Mindestangebot an Betreuung den Gemeinden vorschreiben. Dies fordern zwei Kantonsräte. Sie verweisen dabei auf die Bestrebungen des Bundes.
Familienergänzende Kinderbetreuung soll künftig in allen Aargauer Gemeinden bedarfsgerecht angeboten werden. (Bild: Stefan Kaiser)

Familienergänzende Kinderbetreuung soll künftig in allen Aargauer Gemeinden bedarfsgerecht angeboten werden. (Bild: Stefan Kaiser)

Wer im Kanton Zug seine Kinder betreuen lassen will, stösst von Gemeinde zu Gemeinde auf sehr unterschiedliche Angebote. Diese unterscheiden sich insbesondere in Sachen Subventionen für die Betreuung in Kinderkrippen und bei der schulergänzenden Ferienbetreuung. So bieten beispielsweise nur sechs der elf Gemeinden eine Ferienbetreuung an. Dies soll nun über den Kanton hinweg einheitlicher werden. Das fordern die beiden Kantonsräte Andreas Hürlimann (Alternative-die Grünen/Steinhausen) sowie Karen Umbach (FDP/Zug) gemeinsam mit zehn Mitunterzeichnenden in einem Vorstoss an das Kantonsparlament.

Mit diesem soll der Regierungsrat beauftragt werden, eine Vorlage auszuarbeiten, «die im Kanton Zug für ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzenden Betreuungsangeboten sorgt». «Ich merke immer wieder im Austausch mit der Bevölkerung, dass das Bedürfnis noch nicht gestillt ist», erklärt Hürlimann seine Beweggründe. Er und Umbach wollen, dass die Einwohnergemeinden dafür sorgen müssen, dass Kinder ab dem Alter von vier Monaten bis zum Ende der Primarstufe betreut werden können. Dies über den ganzen Kanton hinweg von mindestens 7 Uhr bis 18 Uhr. Hier besteht zumindest bei der schulergänzenden Betreuung an den Randstunden am Morgen in vielen Gemeinden Nachholbedarf.

Zudem soll es in allen Gemeinden Ferienbetreuung ab dem Kindergartenalter von mindestens 12 Wochen geben. Derzeit bietet die Stadt Zug, mit 10 Wochen, das höchste Angebot – gefolgt von Baar und Neuheim mit 8 Wochen. Auch die Krippen sollen dazu verpflichtet werden, mindestens 50 Wochen im Jahr Kinderbetreuung anzubieten. Betreffend Subventionen von Krippenplätzen sollen die Gemeinden zudem sicherstellen, dass der Zugang zu den Angeboten für alle Familien gewährleistet ist.

Regierung soll Messlatte definieren

Die Angebote sollen aber auch wirtschaftlich sein, finden die Motionäre. So müssen nur jene Angebote auch durchgeführt werden, die ausreichend besetzt sind. «Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage in den Gemeinden gross genug ist», so Hürlimann. Wo die Messlatte liegt, dass die Nachfrage «genügend» ist, überlassen die Motionäre explizit der Regierung. «Diese soll das gemeinsam mit ihren Experten entscheiden.» Hürlimann und Umbach zeigen sich überzeugt, dass sich das geforderte Angebot volkswirtschaftlich rechnet. Sie beziehen sich in ihrer Motion auf eine Erhebung des Bundes, wonach es schweizweit rund 55 000 Akademikerinnen gibt, die nicht berufstätig sind. Dies koste rund 5,75 Milliarden Franken.

Dass eine kantonale Regelung – und damit Vorschriften an die Gemeinden – ein heisses Eisen sein kann, dessen ist sich Hürlimann bewusst. Trotzdem hoffen er und Umbach auf ausreichend Unterstützung für ihr Anliegen. «Wir sind überzeugt, dass solche Strukturen nicht nur noch Sache der Gemeinden sein können. Eine Koordination innerhalb des Kantons wäre sicher hilfreich.» Hürlimann geht noch weiter. So solle auch der Kanton prüfen, ob er Gelder für gewisse Angebote sprechen kann.

Bund finanziert Verbesserung des Angebots

Dass die Motionäre gerade jetzt mit ihrem Vorstoss kommen, hängt mit der möglichen Finanzierung zusammen. So hat der Bundesrat Ende April ein entsprechendes Förderungskonzept verabschiedet. Mit diesem stellt der Bund 100 Millionen Franken an Finanzhilfe bereit. Die Gelder können für Projekte gesprochen werden, bei denen Betreuungsangebote besser an die Bedürfnisse berufstätiger Eltern angepasst werden, oder wenn Kantone und Gemeinden die Kosten für die Eltern für familienergänzende Kinderbetreuung senken.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

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