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Ein Fan der deutschen Nationalmannschaft bleibt er trotzdem

Bei der Familie Krahn läuft der Fernseher bei fast jedem Spiel der Weltmeisterschaft. Jonathan (13) erzählt, warum er Deutschland die Treue hält.
Christian Tschümperlin
Jonathan Krahn ist enttäuscht über das Ausscheiden Deutschlands. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 21. Juni 2018))

Jonathan Krahn ist enttäuscht über das Ausscheiden Deutschlands. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 21. Juni 2018))

Jonathan Krahn und sein Vater sind mit vielen Eindrücken vom WM-Spiel Iran gegen Marokko vom 15. Juni aus St. Petersburg zurückgekehrt. Für den 13-Jährigen ist es nach dem Halbfinal und dem Final der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien 2014 bereits die zweite Weltmeisterschaft und das dritte WM-Spiel, das er besucht hat. «Diesmal stand mehr die Stadt und weniger das Spiel im Vordergrund», sagt Vater Adrian Krahn.

Die beiden sind Fan der deutschen Nationalmannschaft. Jonathans Eltern stammen aus dem Schweizer Nachbarland. «In Brasilien haben wir die besten Spiele gesehen, die man als Deutschland-Fan sehen kann», meint Jonathan. Aber auch St. Petersburg sei ein Ereignis gewesen. In den Strassen habe man überall Leute mit Länder-Trikots gesehen und auch in den Restaurants sei die WM ein grosses Thema gewesen. «Der Taxifahrer outete sich zwar als Eishockey-Fan, sagte aber, er wolle die WM jetzt auch verfolgen, weil die Russen gut spielen», erzählt Jonathan.

Mit den SC Cham Junioren gerade Meister geworden

Nun sind die beiden wieder zurück. Der Rasen vor der Terrasse ihres Hauses sieht etwas ramponiert aus. «Wir bezeichnen ihn als unser Ackerfeld», sagt Jonathan. Er sei heute noch braun, weil sie darauf so oft Fussball gespielt hätten. Jonathan spielt beim SC Cham, sein Vater ist dort Präsident. «Ich spiele gern Fussball und fühle mich gut dabei.» An ein Liga-Spiel bei den E-Junioren kann er sich noch gut erinnern: «Wir haben mit 27 zu 0 gegen Baar gewonnen», so Jonathan. Damals noch Stürmer habe auch er ein paar Goals geschossen. Heute spielt er als linker Verteidiger. «Wir haben gerade die Meisterschaft gewonnen», sagt Jonathan stolz.

Zurzeit verfolgt der Kantischüler die WM sehr aufmerksam. «Der Fernseher läuft fast die ganze Zeit. Wir schauen jedes Goal», sagt er. Adrian Krahn meint: «Wenn Deutschland ein Goal kassiert, regt sich Jonathan jeweils am meisten auf, und wenn Deutschland ein Goal schiesst, jubelt die Mutter am lautesten.» Zum Deutschland-Fan wurde Jonathan vor allem dank Mario Gomez. «Er spielt auch an dieser WM, aber er ist schon älter», so Jonathan – noch vor dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft.

Zum frühen WM-Aus seines Heimatlandes meint er später: «Es lag auch an der Unerfahrenheit der vielen jungen Spieler.» Er sei sehr enttäuscht, aber wenig überrascht. Trotzdem gefalle ihm die deutsche Nationalmannschaft: «Viele Länder haben einen einzelnen Star, aber bei Deutschland ist das Team der Star», sagt er. Strebt Jonathan denn selber eine Karriere im Fussball an? «Ich möchte einmal Sportmanager werden, also Spieler kaufen und verkaufen», sagt er. Von den guten Teams kenne er jeden Spieler, nicht zuletzt aus der Videospielserie FIFA-Games. Bis es so weit ist, dürften aber noch einige Jahre vergehen. Zuerst wird er die Kanti beenden.

In unserer Serie «Meine WM» porträtieren wir Kinder verschiedener Nationalitäten, die im Kanton Zug leben und mit der Mannschaft ihres Heimatlandes mitfiebern.

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