FASNÄCHTLER DES TAGES: «Mein Vater wirkte im Legorenrat mit»

Urs Iten ist Herzog Leopolds Narr Hans Kuoni von Stockach. Was bedeutet ihm die Fasnacht?

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Die Fasnacht im Blut: Urs Iten engagiert sich bei den Legoren. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Fasnacht im Blut: Urs Iten engagiert sich bei den Legoren. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Urs Iten: Sehr viel, ich bin von Haus aus ein richtiger Fasnächtler, denn bereits mein Grossvater wirkte im Legorenrat mit.

Welche Aufgaben bringt das hohe Amt?

Iten: In der Rolle des Hans Kuoni von Stockach, der als Hofnarr von Herzog Leopold an der Schlacht von Morgarten dabei war, bin ich der Spielleiter. Ich bin sozusagen der Regisseur und verantwortlich für den Umzug und die Sujets und stelle das Bühnenspiel zusammen. Und dies seit zehn Jahren.

Welches Kostüm ist das liebste?

Iten: Natürlich das von Hans Kuoni, auch wegen der speziellen Schnabelschuhe mit Glöcklein, die mir meine Ratskollegen geschenkt haben.

Was darf am Umzug nicht fehlen?

Iten: Vor allem unsere bis ins Detail ausgearbeiteten Wagen, die mit viel Fantasie in der so kurzen Zeit verwirklicht werden. Aber auch die Tambouren und Tiroler, die im Folklorestil Leben in den Umzug bringen.

Welche Gefühle empfinden Sie beim Fasnachtsvergraben?

Iten: Ich bekomme gleich das Augenwasser. Es ist für mich der emotionalste Moment. Wenn die Kerzen endgültig gelöscht werden, fährt es so richtig ein und trifft mich mitten ins Herz.

Aber du bleibst auch weiterhin im Amt?

Iten: Ich mache weiter, vor allem jetzt, wo Armin I. beim Fasnachtsvergraben seinen Rücktritt erklärt hat.

Elvira Herz