FECHTEN: Zuger Männerteam bleibt A-klassig

An den Schweizer Degenmeisterschaften in der Sporthalle Zug nutzen einige der Gastgeber den Heimvorteil. Der jungen Baarerin Manon Emmenegger gelingt ein vielversprechendes Resultat.

Tobias Bollmann
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Der Zuger Daniel Capaldo (rechts) hat doppelt Grund zum Jubeln. (Bild: Patrick Hürlimann)

Der Zuger Daniel Capaldo (rechts) hat doppelt Grund zum Jubeln. (Bild: Patrick Hürlimann)

Tobias Bollmann

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Bei den im Ligamodus durchgeführten Mannschaftswettkämpfen waren insgesamt drei Teams aus Zug am Start. Bei den Frauen gingen in der höchsten Liga mit den Geschwistern Emmenegger (Manon und Solange) und Miriam de Sepibus die Silbermedaillen-Gewinnerinnen vom vergangenen Jahr ins Turnier. Dass der Exploit vom Vorjahr wiederholt werden könnte, musste bereits vor dem Turnier bezweifelt werden, denn Routinierin de Sepibus brach sich wenige Wochen vor dem Turnier einen rechten Finger. Somit musste die Rechtshänderin notgedrungen den Fechtarm wechseln. Angeführt von Manon Emmenegger reichte es letztendlich zum fünften Schlussrang.

Bei den Männern starteten mit Simon Balmer, Tobias Bollmann, Daniel Capaldo und Severin de Sepibus in der Liga A und Phillip Alff, Simon Bannwart, Alexandr Ebnöther und Joel Zwahlen in der Liga B zwei Teams in den Wettkampf. Für die erste Zuger Mannschaft war der Klassenerhalt das Minimalziel, das mit dem sechsten Schlussrang klar erreicht wurde. Die junge zweite Mannschaft sammelte am Heimturnier viele Erfahrungen und wurde Letzte unter sechs Teams.

Starke Leistungen in den Einzelkategorien

In den Einzelkonkurrenzen war von Beginn an klar, dass der Titel bei den Männern an Max Heinzer aus Immensee oder seinen Klubkollegen Benjamin Steffen gehen würde. So erstaunte es nicht, dass die beiden sich in einem überaus spannenden Final gegenüberstanden. Bei diesem hochklassigen Gefecht war Steffen letztlich der etwas Glücklichere, konnte er nämlich in der Verlängerung des Gefechts den entscheidenden Siegestreffer setzen.

Von den Zuger Startern konnte sich insbesondere Daniel Capaldo sehr gut in Szene setzen. Bereits in der Vorrunde rief er sein ganzes Können ab und reihte Sieg an Sieg. In der anschliessenden K.-o.-Phase knüpfte Capaldo an diese Leistungen an. Im 32er-Final gegen seinen Vereinskollegen Simon Balmer siegte er mit 15:9. Nach einem weiteren Erfolg trennte nur noch ein Sieg Capaldo von einer Medaille. Im Viertelfinal wartete mit Nick Hatz vom Zürcher Fechtclub ein junger, aufstrebender Athlet, der an diesem Tag zu stark war für den Zuger. Mit dem siebten Schlussrang darf Capaldo dennoch zufrieden sein.

Das gilt auch für das Abschneiden von Manon Emmenegger. Sie startete sehr gut ins Turnier und wurde zwischenzeitlich auf Rang 3 geführt. Wie Capaldo musste sie nach dem Viertelfinal die Segel streichen – ebenfalls gegen eine Fechterin aus dem Zürcher Fechtclub (Noemi Moeschlin). Der fünfte Rang ist jedoch ein ausgezeichnetes Resultat für die junge Baarerin, startet sie doch eigentlich erst in der nächsten Saison in ihr erstes Jahr in der Elitekategorie.