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Leserbrief

Fehler und Schwächen haben alle, aber glaubhaft sollte man sein

Zur Berichterstattung über den Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger

Die Aussage des früheren Basler Staatsanwalts wurde nicht richtig wiedergegeben. Für eine Anklage genügten die belegten Verdachtsmomente, sagte er, und belegte das mit dem Grundsatz «in dubio pro duriore», im Zweifel für das Härtere. Und eben nicht: im Zweifel für den Angeklagten. An diesen Grundsatz hält sich auch Marc Thommen, Strafrechtprofessor der Uni Zürich. Damit kritisierte auch er das Vorgehen der Luzerner Staatsanwaltschaft. Latein ist eben doch wichtig!

Adrian Hürlimann, Zug


Ein aussereheliches Kind zu bekommen, schwächt den Begriff integer eigentlich nicht und darf als zur Privatsphäre gehörend angesehen werden. Herr Villiger steht dazu, und wenn er das mit seiner Familie schafft, dann Hut ab vor allen. Wenn aber juristische und andere Ungereimtheiten hinzukommen und dies auch noch als Privatsphäre eingeordnet werden soll, ist das schizophren, erst recht für den obersten politischen Chef der Justiz. «Das Amt hat keinen Schaden genommen». Logisch, weil das keinen Schaden nehmen kann. Aber die Führung wäre auf die Glaubwürdigkeit einer integren Person angewiesen, die Fehler und Schwächen hat wie wir alle, aber glaubhaft sein sollte! Diese einfache Regel gilt übrigens für alle politischen Ämter!

Josef Frick, Zug


Dass die ganze Sache publik wurde, finde ich richtig. Dass nun aber mindestens während dreier Tage ohne effektive neue Fakten Druck auf Beat Villiger aufgebaut wird, dass er zurücktreten könnte, (indirekte Aussage: zurücktreten sollte) finde ich nicht richtig. Aus andern Fällen weiss man, dass dies z. B. zu einem Selbstmord führen könnte. Und dann ist niemand schuld, weder ihre Redaktoren noch die Verantwortlichen der «Zuger Zeitung». Ich bitte Sie, diese Überlegungen beim Schreiben einzubeziehen. Falsch finde ich die Aussage, dass Herr Villiger das Auto zweimal ausgeliehen hat. Zweimal wurde die Bekannte erwischt, als sie ohne Fahrausweis unterwegs war. Wer weiss, wie selten ein Automobilist in eine Polizeikontrolle gelangt, kann sich an den fünf Fingern abzählen, dass das Auto mehrfach ausgeliehen wurde.

Markus Rast, Cham


«Das Einfache ist zwar nicht immer das Beste, doch das Beste ist immer einfach», schreibt Beat Villiger als sein Motto auf seiner Website. So zeugte er ein Kind mit einer ausserehelichen Geliebten, wahrscheinlich, weil es so einfach war. Trotzdem sagte er in einem Interview im Blick: «Ich verstehe selber nicht, weshalb ich die Affäre hatte.» Die Frage sei erlaubt, wie ein Mann, der nicht versteht, weshalb er ausserhalb der Ehe mit einer Frau schläft, Regierungsrat sein darf, wo er da doch viel schwierigere Probleme verstehen müsste. Da zeigt es sich wieder mal, wie Leute unter schützenden Parteischirmen in ein Amt gehievt werden, obwohl es ihre ethischen und kommunikativen Kompetenzen übersteigt. Immerhin: Passt zur CVP mit ihren «superprovisorischen» ausserehelichen Beischläfern. Und: Auf der Website von Beat Villiger werden nur drei seiner Kinder aufgeführt. Ob er es sich da nicht zu einfach macht?

Ruedi Beglinger, Allenwinden

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