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Fehlt Hünenberg das Geld für moderne Spielplätze?

Die Initianten eines politischen Vorstosses stellen in Frage, dass Kleinkinder auf den vorhandenen Spielplätzen genügend auf ihre Kosten kommen. Sie fordern den Gemeinderat zum Handeln auf.
«Die Spielgeräte sehen toll aus, sind zum Spielen aber ungeeignet», schreiben die Motionäre beispielsweise zu den Geräten auf dem Spielplatz bei der Weinrebenkapelle. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. März 2018))

«Die Spielgeräte sehen toll aus, sind zum Spielen aber ungeeignet», schreiben die Motionäre beispielsweise zu den Geräten auf dem Spielplatz bei der Weinrebenkapelle. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. März 2018))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Im Verhältnis zur Wohnbevölkerung zählt Hünenberg am meisten Schulkinder im Kanton Zug. Die Gemeinde bezeichnet sich gerne als Familiendorf. Für Kleinkinder und deren Eltern gebe es jedoch auf dem Gemeindegebiet keine zentral gelegenen Spielplätze und Treffpunkte, sind Hubert Schuler und Katja Schilter der Ansicht.

Der Präsident der SP Hünenberg und die Kindergärtnerin – Schilter ist kein Mitglied einer Ortspartei – haben deshalb kürzlich eine Motion beim Gemeinderat eingereicht, die von zehn weiteren Einwohnern unterschrieben wurde. Darin wird die Exekutive beauftragt, «innert zwei Jahren genügend familienfreundliche, zentral gelegene Spielplätze zu schaffen oder entsprechend umzugestalten».

Den nachbarschaftlichen Austausch fördern

Solche Plätze, schreiben die Motionäre, seien für die Entwicklung von Kleinkindern sehr wichtig: «So können sie ihre sozialen Kompetenzen üben, die Motorik wird gefördert, Erfahrungen werden mit allen Sinnen gemacht und sie lernen die nahe Umgebung und ihr Dorf kennen.»

Die Eltern wiederum können sich austauschen und sich gegenseitig bei Erziehungsfragen Rat geben. Damit wollen die Initianten auch den nachbarschaftlichen Austausch fördern – im Sinne des Projekts «Hallo Nachbar!n», das in Hünenberg Anfang 2017 lanciert wurde.

Bestehende Spielplätze seien nicht geeignet, führen Schuler und Schilter aus – und machen Beispiele: So werde etwa der Spielplatz Teiki vorwiegend von der Krippe benutzt, was eine öffentliche Nutzung ausschliesse. Ausserdem fehle es an anregendem Spielmaterial.

Den Spielplatz Burgwald beurteilen die Motionäre als zu gefährlich – wegen des steil abfallenden Tobels und der stark befahrenen Hauptstrasse. Der Spielplatz auf dem Hü-Pfad sei zu abgelegen, und die Spielgeräte auf dem Rastplatz bei der Weinrebenkapelle würden zwar toll aussehen, seien zum Spielen aber ungeeignet.

Vorbilder in Cham oder auf dem Zugerberg

Als «positive Beispiele» werden die Spielplätze Villette in Cham oder Lorzenparadies in
Hagendorn sowie der Abenteuerspielplatz auf dem Zugerberg angeführt. «Dort wird ein anregendes Spielumfeld zum Experimentieren und Erforschen angeboten.»

Ein Spielplatz, wie ihn sich die Motionäre wünschen, sollte zentral gelegen, ungefährlich, mit sanitären Anlagen ausgestattet und für unterschiedliche Altersklassen geeignet sein. Für die Initianten geht es auch darum, einen Treffpunkt für Familien entstehen zu lassen.

Ausserdem sollte der Spielplatz Raum für Kreativität – beispielsweise mit unebenem Gelände, Bäumen, Sträuchern oder Röhren – und verschiedene Materialien sowie Spielgeräte bieten. Hubert Schuler und Katja Schilter sehen auch die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Pro Juventute – etwa mit einer öffentlich-privaten Partnerschaft.

Mögliche Standorte

Und wo könnte ein solcher neuer Spielplatz im Zentrum denn entstehen? Hubert Schuler hat bereits einige Ideen, wie er auf Anfrage erklärt. «Möglichkeiten bieten sich beispielsweise beim alten Pfadiheim am Waldrand, neben dem Jugendtreff oder vor dem neuen Pfadiheim.

Interessant wäre auch ein Projekt vor dem Lindenpark-Café. So könnte man einen Austausch zwischen Alt und Jung möglich machen», so Schuler. Katja Schilter, selber Mutter eines Mädchens, beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema.

Sie hat auch schon bei der Gemeinde angeklopft. «Ich traf leider auf Ablehnung. Einen neuen Spielplatz zu realisieren ist halt auch eine finanzielle Frage», sagt Schilter, die sich als Ressortleiterin Spieltreff im Verein Kontakt engagiert.

Wie der Hünenberger Gemeindeschreiber Guido Wetli bestätigt, wird die Motion an der Gemeindeversammlung vom 18. Juni behandelt.

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