FELDPARK: 220 Wohnungen für «urbane» Bewohner

Ein weiterer Bebauungsplan liegt auf dem Tisch. Dieser zeigt auf, wie das Quartier Zugwest wachsen soll.

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Entlang der Nordzufahrt soll der Feldpark mit Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. (Visualisierung pd)

Entlang der Nordzufahrt soll der Feldpark mit Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. (Visualisierung pd)

Im Juni wurde gefeiert. Der Grund: Der Abschluss der Bauarbeiten des Quartiers Feldhof im Norden der Stadt Zug. Nun jedoch sollen in der gleichen Region bald wieder Baukräne aufgestellt werden. Denn jetzt liegt der Bebauungsplan für eine Siedlung östlich der Nordzufahrt vor: für den Feldpark. Die Stadt Zug hat im Jahr 2006 zusammen mit der Alfred Müller AG und der Siemens AG ein Studienverfahren für das Projekt durchgeführt.

220 Wohnungen geplant, Büroflächen sind vorgesehen
Die Überbauung entsteht auf einem rund 22'000 Quadratmeter grossen Areal. Neun Gebäude sind vorgesehen. Je vier Bauten werden jeweils sechs, beziehungsweise elf Geschosse aufweisen, teilweise sind sie mit überdachten einstöckigen Durchgängen und Rampen verbunden. Im östlichen Teil soll zudem ein Haus mit neun Geschossen entstehen, der Siemens-Block.

Der Feldpark soll vor allem eine Wohnsiedlung werden. 220 Wohnungen zur Miete oder im Eigentum sind geplant. «Für eine gesunde Durchmischung», sagt Christoph Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Alfred Müller AG. Nur in den Erdgeschossen und im Siemens-Block sind Dienstleistungs- oder Büroflächen vorgesehen.

Im Herbst 2009 könnten die Bagger auffahren
Wegen der grossen Anzahl Wohnungen wird die Bauherrschaft auch einige Parkplätze schaffen müssen. 370 sollen es werden. Gerechnet wird, dass diese Abstellplätze im Jahresmittel ein Verkehrsaufkommen von rund 1000 Fahrten pro Tag verursachen. Doch der Stadtrat beruhigt. «Die Verkehrszunahme durch den Feldpark ist gering und im Netz kaum zu spüren», schreibt er in der Vorlage an das Stadtparlament. Und er ist überzeugt vom Projekt. «Der Bebauungsplan ermöglicht eine dichte, urbane Wohnsiedlung», urteilt er.

Ende Oktober wird sich der Grosse Gemeinderat zum ersten Mal mit dem Bebauungsplan befassen. Die Bauherrschaft plant, dass bereits im Frühling – noch vor der definitiven Genehmigung des Plans durch den Regierungsrat – das Baugesuch eingereicht wird. Damit baldmöglichst, wenn möglich im Herbst 2009, die Bagger auffahren können.

Yvonne Anliker