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Ab den Sommerferien gibt es in Cham den «Ferien-Club»

Bisher hat die Gemeinde keine eigene Ferienbetreuung angeboten. Das ändert sich ab den Sommerferien. Das Nachsehen hat der Verein Zukunft Kinder.
Vanessa Varisco

Unter dem Namen «Ferien-Club» bietet die Gemeinde Cham neu ein eigenes Ferienbetreuungsangebot an. Das gab die Gemeinde in einer Mitteilung bekannt. Bereits letzten Herbst gab die Einführung eines solchen Angebots zu reden.

Aufgenommen werden soll der Betrieb der gemeindeeigenen Betreuung ab den Sommerferien dieses Jahres. Während acht Wochen findet der «Ferien-Club» künftig in den Räumlichkeiten der modularen Tagesschule Städtli 2 statt: von der vierten bis zur sechsten Sommerferienwoche, in den beiden Herbst- sowie Frühlings- und in der zweiten Sportferienwoche. Das Angebot bietet 24 Plätze und soll Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse ansprechen.

Die Ferienbetreuung kann jeweils tageweise – von 7.30 bis 18 Uhr – gebucht werden und kostet 110 Franken. Die Betreuung wird von Mitarbeitern der modularen Tagesschule Cham übernommen. Arno Grüter, Gemeinderat und Vorsteher Bildung, freut sich, dass das unter dem alten Gemeinderat eingeleitete Projekt nun umgesetzt werden kann, und sieht besonders für berufstätige Eltern eine Chance so Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

85 Prozent Auslastung werden angestrebt

Als Grundlage für den «Ferien-Club» dient das pädagogische Konzept der modularen Tagesschule, welches aber nicht kopiert werden soll. Vielmehr sei das Ziel, dass bei den Kindern, welche die Betreuung besuchen «Feriengefühl» aufkommen. Ausflüge, Spiele und Basteln sollen auf dem Programm stehen. «Zudem strebt die Gemeinde nach Möglichkeit auch die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen an», heisst es in der Medienmitteilung. Anvisiert wird eine durchschnittliche Auslastung von 85 Prozent. «Der Gemeinderat ist überzeugt, einem grossen Bedürfnis vieler Familien nachzukommen», nimmt Arno Grüter Stellung.

Abgebaut wird hingegen die Ferienbetreuung durch den Verein Zukunft Kinder (Zuki). Bis anhin war der Verein, welcher sich besonders die Naturverbundenheit auf die Fahne geschrieben hat, der einzige Anbieter solcher Dienstleistungen. «Mit dem ‹Ferien-Club› werden sich die Kinder nun auch noch in den Ferien auf dem Schulhof und in den Klassenräumen aufhalten», wie der Verein in einer Mitteilung als Antwort auf die Mitteilung der Gemeinde schreibt. Wie er im Herbst gegenüber unserer Zeitung Auskunft gab, sei die Ferienbetreuung defizitär: Erst ab 18 Kindern pro Tag im Jahresdurchschnitt wäre das anders, sagte die Präsidentin Doris Meyer damals. Sie führte ausserdem weiter aus, dass durch die Konkurrenz der Gemeinde ein Wegfall der Ferienbetreuung drohe, was vor allem finanzielle Folgen hätte.

«Die Formulierung der Gemeinde unserer Sicht nach etwas irreführend, denn Zuki würde die Ferienbetreuung gerne weiterführen», schreibt Sha Ackermann von der Geschäftsleitung des Zuki. Ohne Defizitgarantie der Gemeinde sei dieses Angebot noch nicht selbsttragend anzubieten. «Denn es würde jetzt noch defizitärer als vorher, das kann sich der Verein nicht leisten.» Auch für Zuki sei immer klar gewesen, dass die Schule irgendwann Plätze wird anbieten müssen. Allerdings hätte man sich gewünscht, dass das in Kooperation geschehe und zeitlich erst, wenn die Nachfrage höher ist, als der Verein sie hatte. Ausserhalb der Ferienbetreuung wird der Verein sein Angebot weiterführen. Die betroffenen Familien sind über die Änderung informiert.

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