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Fest verankert im Dorf – der neue Gemeindepräsident von Steinhausen

Mit 17 Stimmen mehr als Esther Rüttimann wurde Hans Staub im Herbst zum Gemeindepräsidenten gewählt. Das Vertrauen der Bevölkerung gewinne er durch persönliche Gespräche, erklärt er.
Vanessa Varisco
Seiner Tätigkeit als Gemeindepräsident sieht Hans Staub gelassen entgegen. Immerhin ist er bereits seit zwölf Jahren als Gemeinderat politisch aktiv. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 10.Januar 2019))

Seiner Tätigkeit als Gemeindepräsident sieht Hans Staub gelassen entgegen. Immerhin ist er bereits seit zwölf Jahren als Gemeinderat politisch aktiv. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 10.Januar 2019))

Der Start in die Amtszeit als Gemeindepräsident ist für Hans Staub (CVP) zurzeit vor allem eins: laut. Denn noch bis Ende Jahr wird das Rathaus in Steinhausen saniert, weshalb tagtäglich gehämmert, gebohrt und gebaut wird. Den 60-Jährigen bringt das allerdings nicht aus der Ruhe. «Mit der Zeit gewöhnt man sich daran», sagt er und lächelt. «Ausserdem hat man als Gemeinderat die Möglichkeit, ab und an von zu Hause aus zu arbeiten.»

Seit 2007 ist der Mechanikermeister mit eigener Firma im Gemeinderat. Letztes Jahr kandidierte er zusätzlich fürs Präsidium – allerdings erst im zweiten Wahlgang mit Erfolg. «Ausschlaggebend für meine Kandidatur zum Gemeindepräsidenten war, dass ich in vergangenen Jahren stets gute Resultate erzielen konnte.» Mit nur 17 Stimmen mehr als seine Konkurrentin schaffte Hans Staub den Sprung ins Gemeindepräsidium. «Dass es knapp würde, wusste ich. Wie knapp habe ich mir im Vorhinein nicht ausgemalt», verrät er.

Er schreibt seinen Erfolg vor allem der guten Vernetzung im Dorf zu. Der CVP-Mann, geboren und aufgewachsen in der Gemeinde, betreibt nicht nur die eigene Firma im Dorf, sondern ist auch in Vereinen tätig. So etwa im Gewerbeverein und in der Männerriege. Das gebe ihm Gelegenheit immer wieder mit der Steinhauser Bevölkerung in engen Kontakt zu treten. «Denn passiv Mitglied zu sein in einem Verein reicht natürlich nicht – vielmehr wird aktives Engagement gefordert», betont er.

Verdichtung bleibt Thema

Hans Staub hat längst Wurzeln geschlagen in Steinhausen und die Entwicklung des Dorfes miterlebt. «Die Bevölkerungszahl ist deutlich gewachsen in letzter Zeit», weiss er und führt aus: «Das bringt neue, politische Herausforderungen mit sich.» Beispielsweise die Verdichtung. Darüber, ob in Zukunft vermehrt diese Bauweise zum Zuge käme, könne er noch keine Aussagen machen. Fakt ist aber, dass Private in Steinhausen bereits heute verdichtet bauen. «Wichtig ist dennoch, dass ältere Gebäude nicht vollends von der Bildfläche verschwinden», findet Staub. Sein Anliegen oder das der Bevölkerung? «Beides», bestärkt er und lacht.

Die Ortsplanungsrevision wird ihn als Gemeindepräsident beschäftigen. «Aber das ist in allen Gemeinden das Gleiche», erklärt er gelassen. Erst kürzlich wurde eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt zur Ortsplanungsrevision, die nun ausgewertet wird. Darin ist auch die Gestaltung des Bahnhofsplatzes Thema. Der Baukredit für eine Umgestaltung wurde vor einiger Zeit von der Gemeindeversammlung abgelehnt.

Weiter steht der Abschluss einiger Bauprojekte auf dem Programm des neuen Gemeindepräsidenten. Wie etwa die Sportplatzerweiterung, der Rathausumbau und das Schulhaus Sunnegrund 1, welches zum Musikschulzentrum umgebaut werden soll. Auch will er Dienstleistungen wie die Post im Dorf behalten. «Alle schreien nach der Post. Dann muss sie aber auch genutzt werden», bekräftigt der vierfache Vater. Zurzeit sehe er noch nicht schwarz für die gelbe Post. Trotzdem gelte es, am Ball zu bleiben.

«Grundsätzlich soll Steinhausen attraktiv bleiben – für Firmen gleichermassen wie für Familien», erklärt er. Punktuell will er die Infrastruktur verbessern, beispielsweise das in die Jahre gekommene Schulhaus Feldheim. Grosse Investitionen hat er vorerst noch nicht ins Auge gefasst. «Zuerst muss der Bau des Zentrums Dreiklang verdaut werden», führt er aus.

Kein Erwartungsdruck

Nach zwölf Jahren Gemeindepräsidium hat Barbara Hofstetter das Zepter nun an ihren Parteikollegen abgegeben. Hans Staub gerät deshalb allerdings nicht unter Druck und ist bereit, in die Fussstapfen von Hofstetter zu treten. Sie habe sicherlich gute Arbeit geleistet, was er ebenfalls wolle. «Nur werde ich vermutlich nicht immer den gleichen Weg wie sie einschlagen – das muss ja aber auch nicht sein», überlegt er.

Ganz eingelebt hat er sich noch nicht. Neu ist er nämlich auch noch für das Ressort Bildung und Schule zuständig – bisher für die Abteilung Sicherheit und Bevölkerungsschutz. «Aktuell lebe ich mich ein in meiner neuen Position. Damit bin ich nicht alleine», berichtet er. Denn zwei seiner Ratskollegen sind dieses Jahr ebenfalls neu im Amt.

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