Leserbrief
Feuerwerk schädigt die Umwelt

Zum Zuger Seefest

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Neben den musikalischen Darbietungen und den vielen Gastronomie-Betrieben in den Quai-Anlagen bildet das Feuerwerk um 22.30 Uhr den Höhepunkt des Zuger Seefestes, welches dieses Jahr am Samstag, 22. Juni, stattfindet. Nach den in den letzten Monaten erfolgten Klimadiskussionen muss vor allem das Feuerwerk kritisch hinterfragt werden. Erich Chiavi vom Institut für angewandte Physiologie in Davos hat zum Thema Feinstaub von Feuerwerk einige Tatsachen veröffentlicht. Gemäss diesem Bericht wird der Umgebungsbereich des Feuerwerks in eine umweltbelastende blauviolette Dunstglocke verwandelt. Der umweltbelastende Feinstaub umfasst Schwermetall-Partikel wie Barium, Strontium und Kupfer. Strontium leuchtet rot auf, Kupfer verursacht die Blaufärbung, Barium die Grünfärbung und Kalziumsalze bewirken orange-gelbe Töne, alles atembelastende Stoffe, die zum Teil lange in der Luft bleiben können und schliesslich unsere Gewässer mit giftigen Stoffen belasten.

Zudem wirken sich diese Partikel vor allem negativ auf unsere Atemwege aus, was speziell für Asthmatiker und Kinder problematisch ist und sogar zu Kreislaufschäden führen kann. Die Knallerei wirkt zudem höchst gehörschädigend, vor allem bei Kindern, die von Erwachsenen über diese Gefahr nicht informiert werden. Auch Tiere wie Hunde, Katzen und Vögel leiden massiv. In Anbetracht dieser negativen Aspekte erhebt sich die Frage, ob auf solche schädlichen Feuerwerke in Zukunft verzichtet werden sollte. Als saubere Alternativen könnten nach Erich Chiavi die Projektion von farbenfrohen Lichtspielen oder eine von Fachleuten lancierte Laserschau dargeboten werden.

Ulrich Schobinger, Zug