Finanzausgleich: Zug moniert Systemfehler

262,2 Millionen Franken soll der Kanton Zug im nächsten Jahr zu Gunsten des Finanzausgleichs (NFA) abgeben. Das sind 22,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Nach Ansicht der Zuger Regierung zu viel.

Drucken
Teilen

In einer Mitteilung zeigt sich der Regierungsrat des Kantons Zug befremdet über den weiteren Anstieg des Finanzausgleich-Beitrags. Neu soll der Kanton Zug 262,2 Millionen Franken beitragen. Das sind 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies entspreche über 2400 Franken pro Kopf.

Belastungsobergrenze gefordert

Diese höhere Belastung der Geberkantone im Gegensatz zu den sinkenden Beiträgen insgesamt würde auf einem Systemfehler beruhen. Deshalb fordert der Regierungsrat die Einführung einer Belastungsobergrenze. Dies würde verhindern, dass der Ressourcenausgleich für die Geberkantone zu einer übermässigen Belastung führe.

Der Kanton Zug fordert zudem eine Anpassung der Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich (FiLaV): Erträge von provisorisch veranlagten Holding- und Verwaltungsgesellschaften sollen weiterhin nur zu einem reduzierten Faktor im Ressourcenpotential eines Kantons berücksichtigt werden.

pd/bep