Finanzen
Kanton Zug: Jahresabschluss mit einem Gewinn von über einer viertel Milliarde Franken

Das Jahr 2020 war für den Kanton Zug in finanzieller Hinsicht ein aussergewöhnliches. Die Tendenz zeigt, dass der Jahresabschluss der beste der Kantonsgeschichte wird.

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(cro) Das in jeglicher Hinsicht aussergewöhnliche Jahr 2020 scheint die Zuger Finanzen nicht geschwächt zu haben, wie einer Medienmitteilung der Zuger Finanzdirektion zu entnehmen ist. Nachdem bereits das Budget und der Finanzplan für die Jahre 2021 bis 2024 weitgehend positive Ergebnisse in der Erfolgsrechnung ausweisen, verdichten sich die Anzeichen, dass der Kanton Zug das Jahr 2020 mit einem Rekordergebnis abschliessen wird.

Bundessteuern und Gewinnausschüttung SNB sehr hoch

Die aktuelle Einschätzung für den Jahresabschluss 2020 liegt bei einem Ertragsüberschuss von über einer viertel Milliarde Franken. Unter anderem beeinflussen zwei Gründe dieses herausragende Ergebnis. Einerseits dürfte der kantonale Anteil an den Bundessteuern sehr hoch ausfallen. «Mitverantwortlich dafür ist die Erhöhung des Kantonsanteils an der direkten Bundessteuer von 17 Prozent auf 21,2 Prozent als Folge der Steuer- und AHV-Vorlage (STAF) per 1. Januar 2020», lässt sich Finanzdirektor Heinz Tännler zitieren. Andererseits schüttet die Schweizerische Nationalbank (SNB) einen vier Mal höheren Gewinn aus als der Kanton Zug budgetiert hat. Diese Tatsachen stützen die Annahme, dass der Jahresabschluss 2020 wohl der beste der Kantonsgeschichte wird.

Gut gerüstet für die COVID-19-Herausforderungen

Ein überragender Jahresabschluss schafft einen gewissen Handlungsspielraum, der in der aktuellen Zeit, in der viele Zuger Unternehmen auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, sehr willkommen ist. «Dank einer robusten Bilanzstruktur und hoher Liquidität sind wir gut gerüstet, um in Not geratene Unternehmen mit unserem Härtefallprogramm wirksam zu unterstützen», zeigt sich der Finanzdirektor erleichtert. Er ist auch überzeugt, dass sich der Kanton die geplante befristete Steuersenkung mit den flankierenden sozialen Abfederungsmassnahmen leisten kann. «Auch damit helfen wir den Einwohnerinnen und Einwohnern sowie den Unternehmen im Kanton Zug, die finanziellen Folgen des Coronavirus besser zu verkraften», sagt Finanzdirektor Heinz Tännler.

Definitive Zahlen folgen im April 2021

Derzeit liegen erst die provisorischen Abschlusszahlen vor. Es ist aber davon auszugehen, dass sich diese nicht mehr markant verändern werden. «Jetzt müssen wir noch Plausibilisierungen und Analysen vornehmen, sowie die Berichterstattung erarbeiten. Erst danach können wir die definitiven Zahlen nennen und uns über das hoffentlich positive Ergebnis freuen», sagt Heinz Tännler. Im März 2021 wird der Regierungsrat den Geschäftsbericht mit der Jahresrechnung 2020 beraten und verabschieden. Die Öffentlichkeit wird am 1. April 2021 über die definitiven Ergebnisse informiert.