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FINANZEN: Rechnung der Stadt Zug fällt viel besser aus als erwartet

Die Stadt Zug schliesst ihre Rechnung mit einem viel grösseren Plus ab als erwartet: Statt einem Plus von 1,2 Millionen Franken erzielte Zug einen Überschuss von 7,6 Millionen. Hauptgrund sind höher ausgefallene Steuererträge und ein einmaliges Verkaufsgeschäft.
Die Steuererträge von natürlichen Personen nahm stark zu. Bei den juristischen Personen ist ein moderatoren Rückgang zu verzeichnen. (Bild: Grafik Finanzdepartement Stadt Zug)

Die Steuererträge von natürlichen Personen nahm stark zu. Bei den juristischen Personen ist ein moderatoren Rückgang zu verzeichnen. (Bild: Grafik Finanzdepartement Stadt Zug)

Für die Rechnung 2015 budgetierte der Stadtrat einen Ertragsüberschuss von 1,2 Millionen Franken. Tatsächlich sind es nun 7,6 Millionen Franken geworden, wie die Stadt Zug in einer Mitteilung schreibt. Zu dieser Ergebnisverbesserung haben mehrere Faktoren geführt. So führte der Verkauf der städtischen Fernwärme-Anlagen zu einem einmaligen, nicht budgetierten Mehrertrag. Der Grosse Gemeinderat stimmte dem Verkauf für 7,1 Millionen Franken im November zu.

Höhere Steuererträge

Zusätzlich verzeichnete die Stadt Zug höhere Steuererträge. Diese fielen bei den natürlichen Personen um rund 5,3 Millionen Franken höher aus als vorgesehen und belaufen sich auf 111,7 (Vorjahr: 102,5) Millionen Franken.

Bei den juristischen Personen fiel der Fiskalertrag wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds um 3,4 Millionen auf 74,5 (77,9) Millionen Franken. Die Grundstückgewinn-Steuern erbrachten wegen bedeutenden Handänderungen höhere Erträge als budgetiert. Sowohl natürliche Personen als auch Unternehmen lieferten der Stadt mehr Steuern ab als budgetiert. Insgesamt nahm Zug 197 Millionen Franken über Steuern ein, 7 mehr als budgetiert.

Der Steuerertrag pro Einwohner lag gemäss der am Mittwoch publizierten Zahlen bei 6511 Franken - das sind 144 Franken mehr als budgetiert. Gleichzeitig investierte Zug viel weniger und wurde durch die Teilrevision des innerkantonalen Finanzausgleichs etwas entlastet.

Weniger Investitionen

Die Investitionsrechnung der Stadt weist für 2015 Nettoinvestitionen von 6,0 Millionen Franken aus. Geplant
waren 30,8 Millionen Franken. «Die Stadt konnte 2015 nur einen kleinen Teil der geplanten Investitionen
tätigen: Wegen zusätzlichen Kostenabklärungen verschob sich beispielsweise der Start der Sanierung des
Theater Casino und Kolingevierts um ein Jahr und diverse Einsprachen führten zu Verzögerungen»,
begründet Karl Kobelt das geringe Investitionsvolumen.

Als Folge davon ist ein grosser Selbstfinanzierungsgrad von 617 Prozent zu verzeichnen, der indes der Finanzstrategie des Stadtrates entspricht. Für 2016 sind höhere Investitionen vorgesehen: Im Mai 2016 wird nun aber mit dem Bau des Kolingevierts und im Juni 2016 mit der Sanierung des Theater Casino begonnen und Grossprojekte im Bereich Schulbauten und Stadtentwässerung werden in Angriff genommen.

Für die nächsten Jahre erwartet der Stadtrat dank weiteren Sparmassnahmen ausgeglichene Rechnungen. Auch die Beiträge in den Zuger Finanzausgleich dürften dank der Teilrevision des Gesetzes etwas geringer ausfallen. Vorbereiten muss sich die Stadt Zug dagegen auf die Auswirkungen des kantonalen Entlastungsprogramms, das 2018 wirksam werden soll: Dieses sieht auch Überwälzung von kantonalen Aufgaben auf die Gemeinden vor. Der Stadtrat befasst sich seit längerer Zeit mit dem Thema und bereitet kostenneutrale Lösungen vor.

sda/rem

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