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FINANZEN: Trendwende in Oberägeri

Für 2018 rechnet die Gemeinde mit einem kleinen Gewinn von 200000 Franken. Dank höherer Steuereinnahmen und getätigter Sparmassnahmen kann man die dunkleren Jahre hinter sich lassen.
Carmen Rogenmoser

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

Nach finanziell eher düsteren Zeiten kann nun auch Oberägeri aufatmen: Für 2018 wird ein «erfreuliches Budget» präsentiert. So bleibt bei einem Aufwand von rund 39,3 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 39,5 Millionen Franken ein Plus von rund 220 000 Franken. Auf den ersten Blick ist das ein bescheidener Gewinn, im Vergleich zu den Verlusten der vergangenen Jahre aber erhält dieser mehr an Gewicht. «Miteingerechnet sind noch zusätzliche Abschreibungen von rund 2 Millionen Franken», gibt Finanzchef und Gemeindepräsident Pius Meier (FDP) Auskunft. Für Oberägeri könne man durchaus von einer Trendwende sprechen.

Ganz allgemein sind die Zahlen des Budgets höher angesetzt als in den letzten Jahren. Das fällt insbesondere beim Steuerertrag, der mit rund 28 Millionen Franken prognostiziert ist, auf. Zunehmen werden voraussichtlich vor allem die Vermögenssteuern und die Grundstückgewinnsteuern. Auf der Ausgabenseite fallen beim Sachaufwand zusätzliche Unterhaltsarbeiten an, die wegen der Sparmassnahmen in der Vergangenheit zurückgestellt wurden. Auch müsse die Werterhaltung der Anlagen gewährleistet sein, so Meier. Knapp 4 Millionen Franken sind zudem für Investitionen eingeplant. Diese werden nicht für ein konkretes Projekt angesetzt, sondern für diverse grössere und kleinere. «Dazu gehört etwa die Sanierung der Schwandstrasse in Alosen, die Fertigstellung der Umgebung Seebadi oder die Anschaffung interaktive Wandtafeln für die Schule», sagt der Finanzchef und ergänzt: «Der Spielraum für notwendige Investitionen ist aber tatsächlich wieder besser. So werden für die Raumerweiterung in der Schule planerische Schritte in die Hand genommen.» Trotz der schwarzen Zahlen und der positiven Signale betreffend künftigen Steuereinnahmen werden weiterhin sämtliche Ausgaben auf ihre Notwendigkeit sowie mögliches Sparpotenzial geprüft.

Steuerfuss bleibt wie gehabt

Nachdem Oberägeri 2017 rund 100 000 Franken aus dem Zuger Finanzausgleich (ZFA) erhält, wechselt die Gemeinde 2018 wieder die Seite. Rund 200 000 Franken müssen in den Topf einbezahlt werden. «Man nimmt es, wie es ist. Das System basiert eben auf Spielregeln», meint Pius Meier pragmatisch. In der Tendenz werden die Zahlungen in den ZFA wieder steigen, wohl weil sich 2017 besser entwickle als ursprünglich vorgesehen.

Dominierte in der Vergangenheit noch die Diskussion um eine Steuererhöhung, ist diese gegenwärtig kein Thema mehr. Aufgrund der aktuellen Entwicklung und der langfristigen Prognose erachte es der Gemeinderat aus heutiger Sicht als richtig und vertretbar, den Steuerfuss vorläufig bei 65 Prozent zu belassen. Von einer Steuersenkung, wie sie etwa in Baar oder Cham vorgesehen ist, lassen sich der Oberägerer Gemeinderat und die entsprechende Strategiekommission nicht beeinflussen. «Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Frühling. Sollte der sich abzeichnende positive Trend anhalten, so wird dies im kommenden Jahr wieder neu beurteilt.»

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