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FINANZEN: Zuger FDP fordert Begrenzung der Vermögenssteuer

Der Kanton Zug gilt bei vielen als Steuerparadies. Für Personen, die im Vergleich zum Jahreseinkommen über ein sehr hohes Vermögen verfügen, stimmt das gemäss zwei Kantonsräten aber ganz und gar nicht.
Harry Ziegler
Der Kanton Zug gilt bei vielen als Steuerparadies. (Bild: Maria Schmid)

Der Kanton Zug gilt bei vielen als Steuerparadies. (Bild: Maria Schmid)

Es gibt im Steuerwettbewerb unter den Kantonen Bereiche, in denen der Zug im Vergleich abfällt. So ist etwa die Vermögenssteuer für natürliche Personen relativ hoch. Dies im Gegensatz zu den Einkommenssteuern und im Vergleich mit anderen Zentralschweizer Kantonen.

Kantonsrätin Cornelia Stocker (FDP/Zug) und Kantonsrat Beat Unternährer (FDP/Hünenberg) und 25 Mitunterzeichner geben ihrer Sorge um eine allfällige Abwanderung sehr vermögender Personen aus Kanton Zug jetzt in einer Interpellation Ausdruck. Konkret sei der Maximalsteuersatz auf Vermögen im Kanton Zug «wesentlich höher als in anderen Zentralschweizer Kantonen wie Schwyz, Nidwalden und Obwalden», schreiben die Parlamentarier in ihrer Interpellation. «Aufgrund der geltenden Vermögenssteuer-Belastung können die Einkommens- und Vermögenssteuern im Kanton Zug zudem das steuerbare Einkommen übersteigen», heisst es weiter.

Die beiden Kantonsräte fügen ihrem Vorstoss eine Tabelle mit einem Beispiel einer besonders vermögenden Person im Kanton Zug im Vergleich mit anderen Kantonen, darunter Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern, bei (siehe Tabelle). Für den Vergleich zwischen Zug und den anderen Kantonen wird ein steuerbares/satzbestimmendes Einkommen von 400 000 Franken sowie ein steuerbares/satzbestimmendes Vermögen von 132 Millionen Franken für das Jahr 2017 angenommen. Danach würde die Person im Kanton Zug in der Gemeinde Hünenberg Einkommens- und Vermögenssteuern von 495172 Franken bezahlen (Einkommenssteuern Bund und Kanton/Gemeinde: 94 640 Franken; Vermögenssteuer: 400 532 Franken).

Zug ist eine «Vermögenssteuerhölle»

Somit zeige der Vergleich, dessen Zahlen von den Interpellanten ohne Quellenangabe verwendet werden, dass eine steuerpflichtige Person im Kanton Zug mit einem steuerbaren Einkommen von 400 000 und einem steuerbaren Vermögen von 132 Millionen Franken mehr als das Jahreseinkommen für das Begleichen der Steuerrechnungen aufwenden müsse. Zum Vergleich: Im günstigsten Kanton Nidwalden (Gemeinde Hergiswil) müsse diese Person insgesamt 233 050 Franken bezahlen, wobei die Vermögenssteuer 140 250 Franken ausmache. Kommt hinzu: Die Kantone Zug, Schwyz, Ob- und Nidwalden begrenzen die Höhe der Vermögenssteuer mit Bezug auf die Einkommenshöhe nicht, während etwa Luzern dies tut.

Die Interpellanten stellen fest, dass Vermögenssteuern, die höher ausfallen als das Einkommen, an der Substanz zehren. Das sei vor allem bei natürlichen Personen der Fall, die im Verhältnis zum Einkommen über ein sehr hohes Vermögen verfügen. Die Interpellanten wollen daher von der Regierung unter anderem wissen, wie viele Steuerzahlende im Kanton Zug mehr Vermögenssteuern bezahlen, als sie Einkommen generieren, und ob sie die Vermögenssteuersituation bereits einmal im Detail analysiert hat.

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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