Finanzspritze für Betriebe im Ägerital

Um ein Laden- und Restaurantsterben zu verhindern, hat die Ortspartei FDP eine Petition eingereicht.

Vanessa Varisco
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Auch in Unterägeri haben viele Betriebe unter dem Lockdown gelitten.

Auch in Unterägeri haben viele Betriebe unter dem Lockdown gelitten.

Bild: Matthias Jurt (24. April 2020)

Die Coronakrise und der beschlossene Lockdown hat den Geschäften und Restaurants zugesetzt. Die Einschränkungen spürt man auch im Ägerital. Damit ein Laden- und Restaurantsterben verhindert werden kann, haben die Ortsparteien FDP eine Petition eingereicht.

Gefordert wird, dass der Gemeinderat sich aktiv dafür einsetzt, die Betriebe zu erhalten. Vorgeschlagen wird deshalb, dass Gutscheine für Restaurants und Läden mitfinanziert werden: 10 Prozent der Kosten soll die Gemeinde tragen, 10 Prozent der Betrieb selber und 80 Prozent der Konsument. Weiter sollen den Betreibern Fachkräfte zur Unterstützung zur Seite stehen oder Investitionen vorgezogen werden. Angestrebt wird keine Giesskannenentschädigung, sondern durch einen Zustupf solle «die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefördert werden».

Begründet wird die Petition damit, dass die Leistungen, die wegen der verordneten Schliessung von Bund, Kantonen und/oder Privatwirtschaft schon angeboten würden, bei weitem nicht ausreichen für Unternehmen und Selbstständige. «Die vorübergehende Totalschliessung sowie die schrittweise Wiedereröffnung unter Einhaltung der strengen Schutzkonzepte stellen grosse Herausforderungen dar und lassen ein profitables Arbeiten zurzeit nicht zu», schreibt die FDP.

«Wir sind der Überzeugung, dass mit den vorgeschlagenen Massnahmen allen Firmen geholfen werden muss», schildert die Partei. Die geforderte Unterstützung soll denn auch mithelfen, Arbeitsplätze zu sichern, damit das Tal weiterhin attraktiv bleibe als Wohn- und Arbeitsort.

Gespräche brachten Klarheit

Der Gemeinderat erkannte die Notlage des Gewerbes und sprach im Rahmen seiner Kompetenz einen unterstützenden Nothilfe-Kredit. Die eingegangene Petition und verschiedene Gespräche mit Vertretern des Gewerbevereins Ägerital und dem Verein Probon während des Lockdowns, nahm er schliesslich zum Anlass, alle Beteiligten an einen runden Tisch zu laden. Das Zusammentreffen, sei positiv verlaufen.

Die Gespräche hätten für Klarheit gesorgt, auch die Anliegen der Petition wurden aufgenommen. Insbesondere die Idee der Gutscheine soll weiterverfolgt werden.

Dieses Projekt wird derzeit vom Gewerbeverein Ägerital und Verein Probon aufgegleist und an den Details gefeilt. «Mittels Teilfinanzierung von Gutscheinen unterstützt der Gemeinderat das Vorhaben finanziell», schreibt die Gemeinde.