FINDELKIND: «Keine Mutter gibt freiwillig ihr Kind weg»

Noch hat sich die Mutter des Babys, das im Kantonsspital abgegeben wurde, nicht gemeldet. Anonyme Hilfe wäre ihr sicher.

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Andreas Hotz, Gemeindepräsident Baar. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Andreas Hotz, Gemeindepräsident Baar. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Wie nun bekannt geworden ist, handelt es sich um eine «junge, unbekannte Frau», die das Neugeborene am vergangenen Samstag in der Notaufnahme des Spitals ablieferte, wie Gemeindepräsident Andreas Hotz nun mitteilt.

Diese junge Frau habe das Baby im Auftrag der Mutter abgegeben. «Leider hat sich bis jetzt noch niemand wegen des Säuglings bei der Vormundschaftsbehörde gemeldet», bedauert der Baarer Gemeindechef.

«Ich möchte die junge Frau nochmals ermutigen, ihr gesundes und herziges Kind anzunehmen und sich bei uns zu melden – totale Anonymität und Hilfe sind ihr garantiert», sagt Hotz, der auch Leiter der Baarer Vormundschaftsbehörde ist.

Geburt per Internet
Wie weiter zu erfahren war, hat sich die junge Frau mit dem Neugeborenen am Samstag direkt in die Geburtsstation des Spitals begeben und das kleine Mädchen dort einer Hebamme übergeben.

Ein hinzugerufener Arzt versuchte, die Kollegin der jungen Mutter zu überreden, dass diese sich doch noch melden solle. Anscheinend haben die beiden jungen Frauen das Kind gemeinsam auf die Welt gebracht – nach Instruktionen aus dem Internet.

Wolfgang Holz

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.