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Gemeindeversammlung in Menzingen: Finstersee wird nicht abgehängt

Der Weiler nahm einmal mehr einen wichtigen Platz in der politischen Diskussion ein. Gemeinderat und Bevölkerung waren sich diesmal einig: Man ist bereit, gemeinsam eine akzeptable Lösung zu finden.
Carmen Rogenmoser
Das Postauto 661 von Menzingen nach Finstersee wird Ende 2018 eingestellt. (Bild: Stefan Kaiser, 4. Oktober 2017)

Das Postauto 661 von Menzingen nach Finstersee wird Ende 2018 eingestellt. (Bild: Stefan Kaiser, 4. Oktober 2017)

Die Traktandenliste liess eine eher ruhige und schnelle Generalversammlung erwarten. Doch so ganz genau weiss man das in Menzingen nie. 177 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger kamen der Einladung des Gemeinderats nach und warteten am Montagabend kurz vor 20 Uhr gespannt auf die Eröffnungsworte von Gemeindepräsident Peter Dittli. Diese fielen gewohnt kurz aus, und so konnte bald zum ersten wichtigen Traktandum geschritten werden: die Jahresrechnung der Gemeinde.

Diese präsentierte sich mit einem schönen Plus von rund 1,25 Millionen Franken. Der Gewinn wird sogleich für die Bevölkerung eingesetzt: Für 2019 und 2020 soll je ein Steuerfussrabatt von 2 Prozent gewährleistet werden.

Nach der ausführlichen Erklärung durch die Finanzchefin Isabelle Menzi wurde sie deutlich angenommen. Ebenso reibungslos ging es weiter. Für 1,2 Millionen Franken soll in den nächsten vier Jahren die Gemeindekanalisation ausgebaut, erneuert und unterhalten werden. Dem Kreditbegehren wurde ebenfalls grossmehrheitlich zugestimmt.

Die Bemühungen wurden gutgeheissen

Zeitig ging es weiter mit der Motion öffentlicher Verkehr. «Grundsätzlich ist der Kanton zuständig für den öffentlichen Verkehr», erklärte die zuständige Gemeinderätin Barbara Beck. Die Kostendeckung müsse allerdings bei über 40 Prozent liegen. Das werde bei der Verbindung nach Finstersee nicht erreicht. Die durchschnittliche Belegung lag – inklusive der Schulkinder – bei zwei Personen. «Der Gemeinderat versuchte, Werbung für die Linie zu machen», so Beck weiter.

Einen Schulbus werde es auf jeden Fall geben. Die Offerten seien eingeholt, jetzt gehe es darum, diese zu verifizieren. Die Möglichkeit, dass der Schulbus auch von der Bevölkerung genutzt werden kann, gebe es. «Zu bedenken ist allerdings, dass dieser nur während der Schulzeit fährt.» Die Bemühungen des Gemeinderats wurden positiv aufgenommen. Trotzdem sorgte das Thema für Diskussionen. Einer der Motionäre ergriff das Wort und wünschte sich, dass die Motion für erheblich erklärt wird. «Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden.»

Einen konkreten Vorschlag hingegen hatte Niklaus Elsener, Präsident der SVP: die Einrichtung eines Ruftaxis. Das gebe es bereits in anderen Gemeinden. «Damit erfindet man nicht etwas Neues.» Man war sich grundsätzlich einig: Es braucht kreative Lösungen, Finstersee soll nicht abgehängt werden. Auseinander gingen die Meinungen einzig darüber, ob die Motion als erheblich oder nicht erheblich erklärt werden soll. Bei der Abstimmung kamen dann auch die Stimmenzähler zum ersten Mal zum Einsatz. Mit 97 zu 69 Stimmen wurde die Motion schliesslich als nicht erheblich erklärt. Am Thema werden aber sowohl die Finsterseer wie auch der Gemeinderat dranbleiben.

Zum Schluss wurde noch über die Abrechnung für den Neubau Werk- und Ökihof abgestimmt. Bewilligt waren für das Projekt rund 11 Millionen Franken. Dieser Betrag konnte 1,4 Millionen Franken unter Budget gehalten werden. Der Antrag wurde dementsprechend einstimmig angenommen.

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