FISCHEREIVERWALTUNG: Der grösste Rötel im Zugersee hat 150 PS

Das Arbeitsboot der Fischerei­verwaltung auf dem Zugersee wird auch von der Seepolizei und vom Kantonslabor benutzt. Nun wurde es offiziell auf den Namen Rötel getauft.

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Die Regierungsräte Manuela Weichelt-Picard und Beat Villiger, Fischereiaufseher Gregor Styger sowie Louis Wickart und Joe Müller von der Seepolizei. (Bild pd)

Die Regierungsräte Manuela Weichelt-Picard und Beat Villiger, Fischereiaufseher Gregor Styger sowie Louis Wickart und Joe Müller von der Seepolizei. (Bild pd)

Seit einem Jahr steht das Arbeitsboot für die Fischereiverwaltung im Einsatz. Doch erst jetzt ist es offiziell auf den namen Rötel getauft worden – als Taufpaten amteten die Zuger Regierungsmitglieder Manuela Weichelt-Picard und Beat Villiger.

Mit dem Budget 2008 hatte der Zuger Kantonsrat die Beschaffung eines neuen Polizeibootes auf dem Zugersee abgelehnt, gleichzeitig aber die Ersatzbeschaffung eines Arbeitsbootes für die Fischereiverwaltung bewilligt. Für die Seepolizei eine eher unglückliche Ausgangslage, denn Aufsicht und Kontrolle tut – gerade mit Blick auf die Unglücksereignisse dieses Sommers auf anderen Schweizer Seen – durchaus Not.

«Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Fischereiaufsicht und Seepolizei können wir den Auftrag erfüllen», sagt Regierungsrat Villiger, betont aber, dass die Frage nach einem eigenen Polizeiboot früher oder später wieder auf die Traktandenliste kommen wird. Spätestens dann, wenn auf dem ganzen See nur noch eine Seepolizei zuständig ist.

Die Fischereiverwaltung setzt das Boot hauptsächlich zum Planktonfang, also zur Futterbeschaffung für die Jungfischaufzucht ein. «Deshalb benötigen wir auch eine relativ hohe Leistung», begründet Fischereiaufseher Gregor Styger die Motorisierung mit 150 PS. Das Kantonslabor misst vom Boot aus monatlich den Zustand des Zugersees bis auf die grösste Tiefe von 198 Meter. Aus diesen Daten erstellt das Amt für Umweltschutz (Baudirektion) die Zustandsbeurteilungen für den Zugersee.

pd/zim