FLORA UND FAUNA: Kanton Zug erweitert sein Naturschutzgebiet

Der Zuger Regierungsrat überführt derzeit eine Reihe gemeindlicher Naturschutzgebiete in kantonale. Darüber hinaus hat er zwei neue Schutzgebiete bestimmt.

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Impression aus dem Gebiet Bossenweid. (Bild pd)

Impression aus dem Gebiet Bossenweid. (Bild pd)

Um die Zuständigkeiten und den Vollzug im Zusammenhang mit den Naturschutzgebieten zu optimieren, verlangt der kantonale Richtplan von 2004 eine Überführung von Teilen der gemeindlichen Schutzgebiete in kantonale, wie die Baudirektion mitteilt. Dies betrifft alle kommunalen Naturschutzgebiete, die in nationalen Moorlandschaften liegen oder direkt an kantonale Naturschutzgebiete angrenzen. Die entsprechenden Schutzpläne des Regierungsrates liegen jetzt vor.

Rüssweiden und Bossenweid neu dabei
Im gleichen Zug hat der Regierungsrat die Pläne der bestehenden kantonalen Naturschutzgebiete wo nötig den aktuellen Verhältnissen angepasst und darüber hinaus zwei neue Naturschutzgebiete ausgeschieden: das Gebiet Rüssweiden bei der Reussdammausweitung Chamau in Hünenberg sowie das Gebiet Bossenweid in Walchwil. Die öffentliche Auflage der insgesamt 30 neuen bzw. geänderten Schutzpläne erfolgt in diesen Tagen bei den involvierten Gemeinden.

Von den zwei neu ausgeschiedenen Naturschutzgebieten verdient jenes der Bossenweid in Walchwil besondere Erwähnung, wie es weiter heisst. Das deshalb, weil die dort ansässigen Bauern 2008 ein Vernetzungsprojekt gestartet haben. Dieses verfolgt das Ziel, die ökologischen Ausgleichsflächen in der Gemeinde in genügender Anzahl und Fläche so einzurichten, dass durch die Vernetzung der Flächen die einheimische Fauna und Flora optimal gefördert werden kann.

«Herzstück der biologischen Vielfalt»
Bei der Erarbeitung des Vernetzungsprojektes Walchwil wurde klar, dass das Gebiet Bossenweid ein Herzstück der biologischen Vielfalt darstellt und es damit verdient, als Naturschutzgebiet langfristig geschützt zu werden, wie die Baudirektion weiter schreibt. Die beiden betroffenen Grundeigentümer seien von der Idee des Naturschutzgebietes sofort angetan gewesen und hätten die Festsetzung eines Schutzplanes begrüsst.

scd