Leserbrief
Flüchtlinge an der Grenze zu Griechenland und der Türkei

Zum Syrienkonflikt

Drucken
Teilen

Der Syrienkonflikt droht zu eskalieren und birgt die Gefahr in sich, dass die beiden regionalen Grossmächte Russland und die Türkei immer mehr direkt aneinander geraten. An der türkisch-griechischen Grenze brodelt es derweil. Zu Tausenden stauen sich dort Flüchtlinge, um nach Europa zu gelangen, zudem wecken die damit Zusammenhängenden Grenzscharmützel Erinnerungen an frühere Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Kontrahenten an der Nahtstelle von Orient und Okzident. Dieser Konflikt könnte vor allen Dingen die Nato in eine existenzielle Krise manövrieren, ist sie doch sowohl gegenüber Griechenland als auch der Türkei zum Beistand verpflichtet. Die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angemahnte Europäische Solidarität mit den Griechen verhallen, bleiben leere Worthülsen, dafür wird dem Drängen des türkischen Präsidenten nach neuen Flüchtlingsmilliarden nachgegeben. Darüber hinaus mehren sich Stimmen, trotz Corona-Epidemie neue Flüchtlinge aufzunehmen. Eine «Koalition der Willigen», der sich auch die Schweiz angeschlossen hat, soll es richten, um entsprechende Kontingente vor allem von unbegleiteten Minderjährigen die Aufnahme zu ermöglichen.

Otto Röllin jun., Menzingen