Forbo mit weniger Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr

Der starke Franken und die steigenden Rohstoffpreise haben das Halbjahresergebnis von Forbo getrübt. Der Belags- und Klebstoffhersteller verzeichnete im ersten Halbjahr 2011 einen Rückgang des Reingewinns um 17,9 Prozent auf 74,6 Millionen Franken.

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Dazu beigetragen hat ein im Vergleich zu Vorjahr tieferer ausserordentlicher Ertrag aus dem Verkauf von Rieter-Aktien. Dieser hatte im Vorjahr noch 32,2 Mio. betragen, in diesem Jahr belief er sich auf 22,4 Mio. Franken, wie Forbo am Dienstag mitteilte.

Der Betriebsgewinn sank um 10,0 Prozent auf 75,5 Mio. Franken. Der Umsatz belief sich auf 880,6 Mio. Franken, was einem Rückgang von 4,2 Prozent entspricht.

Das Halbjahresergebnis sei durch den starken Franken sowie gestiegene Rohmaterialpreise beeinträchtigt worden, heisst es in der Mitteilung. Forbos Aktivitäten liegen zu 98 Prozent ausserhalb der Schweiz. Entsprechend legte der Umsatz mit konstanten Wechselkursen gerechnet um 8,8 Prozent zu.

Anleger enttäuscht

Die Anleger zeigten sich enttäuscht vom Halbjahresergebnis. Die Forbo-Aktie verlor am Vormittag 3,9 Prozent an Wert.

Für das zweite Halbjahr rechnet Forbo mit einer verhaltenen Entwicklung der Nachfrage in sämtlichen Geschäftsbereichen. Die hohen Rohstoffpreise, die unsichere Wirtschaftslage und die Wechselkursentwicklung würden auch das Gesamtjahresergebnis prägen, teilte der Konzern mit.

Forbo war 2008 mit knapp über 10 Prozent beim Industriekonzern Rieter eingestiegen. Zwei Jahre später hatte das Unternehmen den Abbau seiner Beteiligung angekündigt. Sowohl bei Forbo als auch bei Rieter gehört der Industrielle Michael Pieper zu den wichtigsten Anteilseignern. Ende April reduzierte er seine Beteiligung an Forbo auf 25,1 Prozent des Aktienkapitals.

sda