FORSCHUNG: Die Waldameisen fressen tatsächlich Zecken

Waldameisen werden immer noch weggetraxt, ausgebrannt und vernichtet. Dabei sind sie von grossem Nutzen – das haben Zuger jetzt bewiesen.

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Das Mikrofoto zeigt, wie eine Gebirgsameise eine Zecke packt, einsäuert und versucht auszusaugen. (Bild pd)

Das Mikrofoto zeigt, wie eine Gebirgsameise eine Zecke packt, einsäuert und versucht auszusaugen. (Bild pd)

Waldameisen fressen Zecken nicht, wurde bisher oft argumentiert. Wissenschaftlich geführte Felduntersuchungen zu dieser Frage fehlten. Nun zeigt der Mikrofotograf Walter Hunkeler aus Soglio in einer Serie von Aufnahmen, wie eine Gebirgsameise eine Zecke packt und versucht, sie auszusaugen.

Unklar bleibt, in welchem Ausmasse Waldameisen Zeckenbestände wirklich reduzieren. Die Frage, warum die Zeckenpopulationen sich gleichzeitig mit dem Rückgang der Waldameisen-Bestände in unsern Wäldern so sehr vergrössert haben, bleibe ebenfalls offen, sagt Robert Lussi, Mitinitiator des Zuger Waldameisen-Projekts.

Im November hat der Bund die von Zug aus organisierten Waldameisen-Seminare und das Zuger Waldameisen-Projekt offiziell übernommen. Das heisst laut Lussi für das Projekt: «Die Forschung wird voraussichtlich ein Büro für Walddiversifikation übernehmen.»

Freddy Trütsch

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.