FORSTWIRTSCHAFT: Dem Auerhuhn das Überleben ermöglichen

Die Direktion des Innern des Kantons Zug hat mit der Korporation Oberägeri einen Vertrag zur Aufwertung der Wälder abgeschlossen. Damit soll der Lebensraum des selten gewordenen Auerhuhns sichergestellt werden.

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Ein balzender Auerhahn. (Bild djv.newsroom.de)

Ein balzender Auerhahn. (Bild djv.newsroom.de)

Im Kanton Zug gibt es nur noch wenige Exemplare des Auerhuhns. Diesem wertvollen, scheuen Vogel gelingt das Überleben nur, wenn der Lebensraum im Wald seinen Bedürfnissen optimal angepasst, und er vor Störungen konsequent geschützt ist.

Kanton zahlt jährlich 100'000 Franken
Das vom Kantonsrat festgelegte Waldnaturschutzgebiet «Gutschwald» ist mit einer Fläche von 231 Hektaren das grösste im Kanton Zug. Es gehört der Korporation Oberägeri.

Zwischen der Korporation Oberägeri und der Direktion des Innern wurde der Naturschutz im Gutschwald für die Dauer von 30 Jahren gesichert. Die Forstequipe der Korporation Oberägeri führt die vielen wichtigen Massnahmen zur Förderung des Auerhuhns aus. Bei der Waldpflege entstehen Defizite, welche der Kanton deckt. Für die erste fünfjährige Projektphase wird mit jährlichen Beiträgen von rund 100'000 Franken gerechnet.

Grösstes Zuger Waldschutzgebiet
Das Kantonsforstamt von der Direktion des Innern hat ein spezielles Förderprojekt ausgearbeitet. Darin sind waldbauliche Ziele aber auch Reduktion von Störungen festgelegt. Die Wälder sollen, wie vom Auerhuhn bevorzugt, stufig aufgebaut sein und eine gut entwickelte Bodenvegetation mit vorwiegend Heidelbeeren aufweisen. Geeignete Baumarten sind Buche, Bergahorn und Weisstanne, welche im Winter auch als Nahrungsbaum dient.

Störungen dieses Lebensraumes müssen konsequent auf ein Minimum reduziert werden. Deshalb werden Veranstaltungen im Gutschwald nicht bewilligt und Waldarbeiten nur ausserhalb kritischer Jahreszeiten ausgeführt.

pd/zim/ana