Frauenstreikkomitee ändert Zuger Strassennamen

Anlässlich vom Tag der Frau am 8. März hat das frisch gegründete Frauenstreikkomitee in Zug die Strassentafeln nach bekannten Frauen beschriftet. So wird etwa aus der General-Guisanstrasse neu die Emilie Lieberherr Strasse. Für den 8. März ist ein Zusammenkommen auf dem Bundesplatz organisiert.

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(cro/pd) Aktivistinnen des Zuger Frauenstreikkomitees haben am 7. März einige männliche Strassennamen gegen die von Frauen ausgetauscht. Frauen werden nach wie vor in der Geschichtsschreibung unsichtbar gemacht und kommen in Geschichtsbüchern kaum vor, heisst es in der Medienmitteilung des neu gegründeten Frauenstreikomitees. Dabei haben viele Frauen enorm viel für Zug und die Schweiz geleistet und verdienen mehr Aufmerksamkeit. So sammelte das Komitee innert Kürze viele Frauennamen und zeigt so, wie einfach es ist, Frauen zu finden, die Unfassbares geleistet haben.

Das Komitee hat ein paar Beispiele herausgepickt: Wir würden den Franz Rittmeyer Weg neu Ruth Schwerzmann Strasse nennen. Ruth Schwerzmann war die erste Zuger Regierungsrätin von 1995 bis 2002 und die erste Kantonsratspräsidentin, womit sie noch heute ein wichtiges Vorbild darstellt. Emilie Lieberherr hat für die Frauenrechte gekämpft, sie war eine Schlüsselfigur beim Kampf ums Stimmrecht und organisierte vor 50 Jahren den Marsch auf Bern. Die General-Guisan-Strasse haben die Aktivistinnen in Emilie Lieberherr Strasse umbenannt. Veronika Hürlimann hat die Zuger Kinos aufgebaut – deshalb würden wir ihr einen Platz widmen: Veronika Hürlimann Platz statt Kolinplatz. Agatha Waldmann (1618- 1654) war die erste in Zug als «Ärztin» bekannte Frau. Unser Vorschlag: Agatha Waldmann Strasse anstelle der St. Johannes Strasse.

Am 8. März organisiert das Zuger Frauenstreikkomitee anlässlich des Frauentages ein Zusammenkommen mit Stühlen auf dem Bundesplatz. Hauptthema sollen dabei die vielfältigen Gründe sein, warum man sich am 14. Juni 2019 am zweiten nationalen Frauenstreik beteiligt.