FREIWILLIGENARBEIT: Zug will Nachbarschaftshilfe fördern

Menschen sind mobiler, Arbeits- und Lebensstile haben sich verändert, das Zusammenleben gestaltet sich immer anonymer. Der Zuger Regierungsrat will dieser Entwicklung entgegenwirken. Mit dem Pilotprojekt «einfachfreiwillig.ch» soll die Freiwilligenarbeit gefördert werden.

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Elyne Hager, Präsidentin Benevol Zug und Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard (links) anlässlich der Medienkonferenz «einfachfreiwillig.ch». (Bild: Alexandra Wey)

Elyne Hager, Präsidentin Benevol Zug und Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard (links) anlässlich der Medienkonferenz «einfachfreiwillig.ch». (Bild: Alexandra Wey)

Unter den veränderten Lebensstilen leide die informelle Freiwilligenarbeit, jenes Engagement, das sich im privaten Umfeld abspielt und unter anderem als Nachbarschaftshilfe bekannt ist, heisst es in einer Mitteilung der Zuger Regierung vom Donnerstag. In diesem Bereich liege der Kanton Zug nur im Mittelfeld.

"Freiwilliges Engagement leistet einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt und das Zusammenleben in der Gesellschaft", sagte Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard (Alternative - die Grünen) gemäss Mitteilung beim Start des Projekts. Die Förderung der Freiwilligenarbeit sei deshalb eines der Legislaturziele.

Der gemeinnützige Verein Benevol Zug - Fachstelle für Freiwilligenarbeit wurde deshalb vom Regierungsrat mit der Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen beauftragt. Zugerinnen und Zuger sollen vermehrt gegenseitige Nachbarschaftshilfe leisten. Das Pilotprojekt ist auf drei Jahre angesetzt.

Auf Internetplattform Hilfe finden

Herzstück des Projekts ist die Webplattform «einfachfreiwillig.ch». Über dieses Internetportal sollen Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Zug, die Hilfe suchen oder anbieten, schnell und unkompliziert zusammenfinden. Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Plattform wird durch den Verein Benevol Zug moderiert, und Inserate werden vor dem Freischalten geprüft. Begleitet wird das Projekt von einer Kampagne. Auf Plakaten, Flyern und im Internet schildern Personen jeden Alters, weshalb sie informelle Freiwilligenarbeit leisten.

In einer zweiten Phase sollen dann gemäss Mitteilung die Zuger Gemeinden und Quartiere beim Aufbau von Nachbarschaftshilfen unterstützt werden. (sda)