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Kommentar

Fremde Natur

Der starke Schneefall scheint klar zu machen: Wir müssen wieder lernen, uns mit der Natur und ihren Gewalten zu arrangieren, ist Harry Ziegler, Chefredaktor der Zuger Zeitung, der Meinung.
Harry Ziegler,

Endlich hat es anständig geschneit. Das tut der Natur und den meisten Menschen gut. Auf «blick.ch» beschwerte sich diese Woche die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr, dass bei starkem, anhaltendem Schneefall Trottoirs durch den Winterdienst nicht prioritär geräumt werden. Und trat damit eine Debatte auf Twitter los. Ältere Menschen, Velofahrer, Fussgänger seien auf geräumte Trottoirs angewiesen, hiess es.

Es ist sicher in einem gewissen Mass ärgerlich, auf ungeräumten Wegen zur Arbeit oder wohin auch immer gehen zu müssen. Und verständlich ist, dass sich die Fussgänger und Velofahrer über die Autofahrer ärgern, die frühmorgens auf meistens geräumten Strassen fahren können. Aber Ärger über die Autofahrer ist bei der überzeugten Trottoir- und Veloweg-Nutzergruppe auch im Sommer bei Regen oder Hitze feststellbar. Gerechterweise muss man natürlich auch erwähnen, dass sich viele Hardcore-Autofahrer nicht nur im Sommer über die Velofahrer und Fussgänger aufregen.

Wie wäre es aber, sich mit dem Schnee und damit mit der Natur und ihren Launen und Gewalten zu arrangieren? Statt sich über schneebedingte Busverspätungen oder verpasste Termine zu ärgern? Sich einfach mal an der weissen Pracht freuen, statt sich über ein paar Zentimeter Schnee aufzuregen? Oder wie es ein Freund unlängst ausdrückte: «Jahr für Jahr wegen fünf Zentimetern Schnee ein derartiges Chaos. Aber über Weihnachten jammern, dass die Wiesen grün sind.» Es ist, als ob uns die Natur fremd geworden ist. Es hat immer schneereiche oder -arme Winter gegeben. Wir müssen wieder lernen, mit der Natur zu leben – und sie in allen Jahreszeiten zu geniessen.

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