FRIEDHOF ST. MICHAEL: «Die alten Bäume zu fällen, wäre ein Skandal»

Die Stadt Zug will am Friedhof St. Michael die Zypressen umtun. Ein Gutachten kommt zum Schluss: Das muss gar nicht sein.

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Die alten Scheinzypressen prägen den Charakter des Friedhofs St. Michael. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die alten Scheinzypressen prägen den Charakter des Friedhofs St. Michael. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

17 Scheinzypressen sollen auf dem Friedhof St. Michael in Zug fallen – weil sie statisch instabil und teils von Pilzen befallen seien. Stadtrat Hans Christen berief sich für diesen Beschluss auf eine von der Stadt in Auftrag gegebene Untersuchung.

Nun liegt ein Kurzgutachten der Firma Tilia Baumpflege in Frick vor. Deren Fazit: «Es gibt keine Anzeichen für grössere Probleme – die Bäume auf dem Stadtzuger Friedhof sind unbedingt erhaltenswert.»

Grundlage ist eine Begehung im Februar. Für Claudius Bader, stellvertretender Geschäftsführer der Firma Tilia, ist klar: «Unbedingt fällen muss man die Zypressen nicht.» Dass die Meinungen auseinandergehen, sei nicht ungewöhnlich: Die Fachwelt teile sich, und im Bereich der «Baumpflege» kämen heute viele Leute aus der Forstbranche. «Da nimmt man schneller die Säge.» Auch gebe es verschiedene Diagnosemethoden.

Seine Firma schlägt statt der radikalen Fällaktion vor, die einzelnen Bäume erneut zu untersuchen und ein Pflegekonzept zu erstellen. «Die bisherige Arbeit ist nicht schlecht», so Bader. «Aber bei den Kronensicherungen beispielsweise sehen wir noch Potenzial.»

Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.