Frischer Wind im Alterszentrum Lindenpark Hünenberg: Regula Hürlimann ist seit drei Monaten Stiftungsratspräsidentin

Regula Hürlimann ist seit dem 1. Juli neue Stiftungsratspräsidentin der Stiftung für das Alter in Hünenberg. Nach drei Monaten im Amt hat sie nach langer Suche eine neue Leiterin für das Alterszentrum Lindenpark gefunden.

Tijana Nikolic
Merken
Drucken
Teilen
Regula Hürlimann ist seit drei Monaten Präsidentin der Stiftung für das Alter in Hünenberg. Sie will das Amt bis 2023 ausüben.

Regula Hürlimann ist seit drei Monaten Präsidentin der Stiftung für das Alter in Hünenberg. Sie will das Amt bis 2023 ausüben.

Bild: Matthias Jurt (Hünenberg, 24. September 2020)

Die ehemalige und seit 2019 pensionierte Hünenberger Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann ist seit dem 1. Juli Stiftungsratspräsidentin der Stiftung für das Alter, die den Lindenpark für das Wohnen im Alter in Hünenberg betreibt. Abgelöst hat sie ihren Vorgänger André Sidler. Beide haben dieses Jahr schon einiges für die Stiftung, die seit fast einem Jahr nach einer neuen Heimleitung sucht, getan. Denn seitdem die vorherige Leiterin des Lindenparks nach zehn Dienstjahren in Frühpension ging, wurden mehrere Lösungsansätze einer neuen Leitung geprüft. Der Stiftungsrat hat nun eine Lösung gefunden.

«Neue Heimleiterin des Lindenparks ab dem 1. Dezember wird Claudia Zwimpfer aus Emmen», sagt Hürlimann. Die 44-jährige Juristin hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) in Emmen aufgebaut und geleitet. Daher hätte sie viel Erfahrung im Umgang mit Menschen, mit anspruchsvollen Situationen und dem Verändern von Strukturen. «Überzeugt hat Zwimpfer neben ihren Kompetenzen durch ihre bodenständige und gewinnbringende Persönlichkeit», so Hürlimann. Ihre langjährige Führungs- und Praxiserfahrung sowie ihre hohe Fachlichkeit im sozialen Umfeld befähigen sie dazu, dieser Herausforderung gerecht zu werden. Ebenfalls sei sie auf der Suche nach einer Stelle gewesen, bei der ihr nicht alles auf dem Silbertablett serviert werde, sondern bei der auch sie mitgestalten und ihre Handschrift hinterlassen könne.

Ausgesetzte Erweiterung soll weitergehen

Das passte ideal, denn Hürlimann und der Stiftungsrat suchten genau so jemanden. «Das sorgfältige Evaluieren durch die vielen Gespräche mit möglichen Kandidaten hat sich gelohnt», freut sich Hürlimann. Bald können die Erweiterungspläne der Stiftung, die wegen der Umstrukturierung ausgesetzt wurden, wieder in den Vordergrund rücken. «Sidler hat vor seinem Rücktritt mit dem Stiftungsrat eine Machbarkeitsstudie in Bezug auf eine Erweiterung des Lindenparks evaluiert und dem Gemeinderat vorgestellt, der davon angetan war», erklärt Hürlimann. Das kleine Heim verfügt über 35 Pflegebetten. Die Machbarkeitsstudie sähe weitere 35 Betten vor: «Eine geeignete Betriebsgrösse wäre etwa 70 Pflegebetten.» Darum habe man schon länger über eine Erweiterung nachgedacht. Das Grundstück vis-à-vis des Lindenparks, das der Gemeinde gehöre, sei für einen Ausbau reserviert.

Die Pflegebettenplanung im Kanton Zug sei gerade aktuell. Eine Studie berechne wie viele Pflegebetten es zu welcher Zeit in den Alterszentren brauche, ohne dass es einen Überschuss gebe. «Leerstehende Betten kosten viel Geld», weiss Hürlimann. Die Alterswohnungen und Pflegeplätze würde man dann in zwei separate Gebäude aufteilen. Noch bis Ende Jahr soll die Anzahl der zu verteilenden Betten vom Kanton genannt und bis 2023 an die Gemeinden, die Interesse haben, verteilt werden. «Hünenberg hat knapp 9000 Gemeindemitglieder und braucht mehr Pflegebetten. Ich werde mich bemühen, Überzeugungsarbeit für weitere Plätze zu leisten», sagt Hürlimann entschlossen. Mit der konkreten Planung würde man erst bei einer Zusage weitermachen.

Hürlimanns Amt ist zeitlich begrenzt

«Ein Alters- und Pflegeheim ist ein wichtiges Angebot für eine Gemeinde», findet Hürlimann. Ihre Schwiegermutter habe im Lindenpark gelebt und sei mehr als zufrieden gewesen. Mit ihrer jetzigen Arbeit wolle sie etwas davon zurückgeben. In ihrem Amt will Hürlimann Grundlagen für die strategische und damit auch für die effiziente und operative Arbeit legen. «Ausserdem möchte ich eine gute Ausgangslage für die langfristige Zukunft des Lindenparkes und meine Nachfolge schaffen.» Denn sie habe das Amt der Stiftungsratspräsidentin zeitlich begrenzt bis spätestens 2023 übernommen: «Danach will ich meine Pension mit meinem Mann, und meinen Enkelkindern geniessen.»