FRÜHHERBST: Kaltes Wetter macht den Äpfeln rote Bäggli

Für die Jahreszeit sind die Temperaturen schon ziemlich in den Keller gepurzelt. Das tut der Natur nicht nur gut.

Drucken
Teilen
Aufgrund der kalten Temperaturen leidet das Obst und Gemüse in der Schweiz. Im Bild Sebastian Sauerle, Praktikant am Biohof St. Karl in Zug. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Aufgrund der kalten Temperaturen leidet das Obst und Gemüse in der Schweiz. Im Bild Sebastian Sauerle, Praktikant am Biohof St. Karl in Zug. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

«Für die Landwirtschaft ist die derzeit kühle Witterung noch nicht dramatisch – solange die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt wandern», beruhigt Raymund Gmünder, Prorektor des Chamer Schluechthofs, des landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums für Bauern im Kanton Zug. Allerdings könnten die angebauten Pflanzen bei der Kälte nicht so schnell wachsen. «Das fängt an beim Gras und geht bis zum Raps, der augenblicklich letzten Neuaussaat», erklärt der Agrarfachmann. Das führe dann nicht nur zu geringeren Erträgen.

«Auch die Schnecken werden für manchen Bauern zum grossen Problem, wenn die Pflanzen langsamer spriessen», so Gmünder. Die Maisernte ist aus seiner Sicht so gut wie gesichert – «allerdings würden dem Mais schon noch einige sonnige, warme Tage gut tun.» Wobei der Prorektor, wie gesagt, vor einem weiteren Sturz des Quecksilbers warnt. «Neulich hatte es nur noch 2,9 Grad morgens bei uns im Schluechthof in Cham – wenn die Temperaturen weiter sinken, könnte der Mais sehr schnell braune Blätter bekommen.»

Gar nicht braun
Von Braun kann überhaupt nicht die Rede sein, wenns um Äpfel und Birnen geht. «Für diese Früchte ist das kalte Wetter momentan sehr gut, denn dadurch bekommen sie eine besonders schöne Färbung», schwärmt Rolf Matter, Mediensprecher vom Schweizer Obstbauverband in Zug: «Bei diesen kühlen Temperaturen strahlen die Äpfel mit roten Bäggli.»

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.