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FÜHRUNG: Der etwas andere Blick auf die Dächer von Zug

Die Stadt Zug ist um eine Attraktivität reicher. Ein Turmwächter erzählt alles Wissenswerte über den Zytturm. Das ist auch für Einheimische ein lohnendes Angebot.
Der Turmwächter Balz Utiger (rechts) ist gleichzeitig auch noch ein Barde. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 3. März 2018))

Der Turmwächter Balz Utiger (rechts) ist gleichzeitig auch noch ein Barde. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 3. März 2018))

Mit einem langen, schweren Mantel, klassischem Turmwächterhut und einer Laterne in der Hand schreitet der Turmwächter mit Name Balz Utiger die Treppe vom Zytturm zu den Besuchern hinab. Diese warten gespannt auf die Führung durch das Wahrzeichen der Stadt Zug.

Zuerst werfen die Besucher gemeinsam mit ihrem versierten Führer von aussen einen Blick auf das einst höchste Gebäude der Stadt. Unverkennbar sind natürlich die rot-blauen Ziegel auf dem Dach. Ein Blickfang ist ebenfalls die kunstvolle Uhr. Das gilt auch für die astronomische Uhr, welche die Monate, die Schaltjahre, die Mondstellung und die Wochentage anzeigt.

Stolz berichtet der Turmwächter auch, dass die Glocke im Zytturm eine der ältesten in der Schweiz sei. «Der Zytturm ist und bleibt das Wahrzeichen von Zug», sagt der Turmwächter Balz Utiger. Mit seiner lebendigen Erzählweise und den witzigen Anekdoten gewinnt er die Besucher schnell für sich.

Turmwächter ist kein einfacher Job

«Für alle, die fit sind, geht es jetzt gleich steil in den Turm hinauf», verrät Balz Utiger und deutet auf die lange Treppe hin, die bis hinauf in sein Turmstübli führt. Dazwischen gibt es einige Zwischenhalte, denn über das Innere des Turms gibt es mindestens so viel zu erzählen wie über dessen Fassade. Er berichtet vom Leben als Turmwächter, die mit Holzscheiten und ab und an einem neuen Mantel bezahlt wurden. In den Wintern sei es doch eisigkalt gewesen, und die ganze Nacht wach zu bleiben, um für Ruhe und Sicherheit in der Stadt zu sorgen, sei nicht immer leicht gewesen. Über den nächtlichen Blick in die Ferne spielt der Wächter sogar ein Lied auf seiner Ukulele. Die Führung ist wahrlich abwechslungsreich gestaltet, die Besucher verfolgen neugierig die Geschichten über das Leben des Turmwächters und lassen den Blick durch die dicken Mauern des Gebäudes schweifen.

Auf dem Weg nach oben passiert die Gruppe auch das Gefängnis für die Kleinkriminellen, die für ihre Vergehen eine Zeit lang in fensterlose Holzkisten eingesperrt wurden.

Die lebendige Führung, die neben den Fakten zum Turm auch immer wieder mit Geschichten aus dem früheren Zug geschmückt wird, entspringt der Feder von Judith Stadlin. Michael van Orsouw hat die Recherche besorgt. Es ist eine gelungene Führung, die den Besucherinnen und Besuchern einen neuen Blick auf Zug gewährt.

«Hier oben ist mir die Seele aufgegangen beim Blick über die Dächer der Stadt, den See bis hin zum Pilatus», sagt Balz Utiger im Turmerstübli, was die Besucher trotz des Schneegestöbers nachvollziehen können. Und zum Schluss singen alle gemeinsam noch einmal zur Melodie der Ukulele. Die öffentliche Premiere der Turmführung findet am Samstag, 24. März um 17 Uhr statt, ab dem 1. April kann die theatrale Führung als Gruppenangebot gebucht werden.

An jedem vierten Samstag im Monat steht die Führung allen Besuchern ohne Anmeldung offen.

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

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