Für den Kirchturm in Muri braucht es 250 Kilogramm Farbe

Nach 30 Jahren ist an der Pfarrkirche St.Goar in Muri eine Auffrischung nötig.

Eddy Schambron
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Hans-Peter Frey, Ressortleiter Bau und Liegenschaften der Katholischen Kirchenpflege Muri, vor dem Zifferblatt.

Hans-Peter Frey, Ressortleiter Bau und Liegenschaften der Katholischen Kirchenpflege Muri, vor dem Zifferblatt.

Bild: Eddy Schambron

Damit der Turm der Murianer Pfarrkirche St.Goar wieder in neuem Glanz erstrahlt, sind 250 Kilogramm Farbe nötig. «Damit streichen wird eine Fläche von rund 480 Quadratmetern», weiss Malermeister Patrick Stocker aus Muri. Erneuert werden muss nach gut 30 Jahren lediglich die Fassade des Turms. «Der Turmhut ist noch in einem hervorragenden Zustand», zeigt sich Hans-Peter Frey, Ressortleiter Bau und Liegenschaften der Katholischen Kirchenpflege Muri, positiv überrascht.

Ebenfalls in einem sehr guten Zustand präsentieren sich Zifferblatt und Zeiger selbst auf der Wetterseite. Hier wird der bestehende Farbauftrag nur aufgefrischt, das heisst geölt. Die Blattvergoldung ist intakt. Für die Renovation des Kirchturms steht ein Kredit von 40000 Franken zur Verfügung. Während der Renovierungsarbeiten bleibt der Glockenschlag aus Rücksicht auf die hier Arbeitenden ausgeschaltet. «Dank dem guten Wetter finden die Maler hier einen besonders schönen Arbeitsplatz», freut sich Hans-Peter Frey.

1988 wurde die Kirche umfassend renoviert

Hätte nicht gleich die ganze Aussenhaut der Kirche erneuert werden sollen? «Das haben wir uns angeschaut», sagt Hans-Peter Frey. «Aber die Fassade der Kirche sieht noch gut aus und weist keine Schäden auf.» Zuletzt wurde die Kirche 1988 umfassend renoviert. 2013 sprach die Kirchgemeindeversammlung einen Kredit von 120000 Franken für die Innenrenovation, 2016 wurde für 250000 Franken die Turmtechnik saniert. Schon nächste Woche dürfte der Turm sein Gerüst wieder verlieren; es wird für den Turm der Kirche in Fischbach-Göslikon gebraucht.

Für 250000 Franken wird Ölheizung ersetzt

Die Turmsanierung ist nicht die einzige Baustelle der katholischen Kirchgemeinde Muri: Vom Gerüst blickt man hinunter auf die Sanierung der Heizungsanlage: Anstelle der alten Ölheizung wird eine Pelletheizung eingebaut, Kostenpunkt rund 250000 Franken.

«Wir haben verschiedene Varianten geprüft», führt Hans-­Peter Frey aus, «die Pelletheizung hat sich als nachhaltig und an diesem Ort als die beste Lösung gezeigt.» Eine Bohrung für eine Wärmepumpenheizung kam auf dem Friedhofsgelände nicht in Frage. Schliesslich bewilligte die Kirchgemeindeversammlung letztes Jahr einen Planungskredit für den Studienauftrag «Inspiration Matterhaus».

Angedacht ist unter anderem ein Versammlungs- und Mehrzweckraum für rund 150 Personen. Das Matterhaus würde teilweise, das daneben stehende Einfamilienhaus komplett abgerissen. Gemäss Studienauftrag sind mit Kosten von rund 4,5 Millionen Franken zu rechnen, der Beginn der Bauarbeiten ist im besten Fall im Sommer 2021.